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Text von Mittwoch, 1. November 2006

> k u l t u r<
  
 Spiele gewählt: Thole feiert 70. Geburtstag 
 Marburg * (ule/pm)
An kaum einer Initiative zum Gesellschaftsspiel hat Dr. Bernward Thole in den letzten 35 Jahren nicht an vorderster Front mitgewirkt.
Anläßlich seines 70. Geburtstags wird am Samstag (2. Dezember) im Rathaus eine Feier für ihn ausgerichtet. Dabei verleiht ihm Oberbürgermeister Egon Vaupel die Ehrennadel der Universitätsstadt Marburg. Max Kobbert hält die Laudatio auf Thole. Er ist Autor des Spiele-Klassikers "Das verrückte Labyrinth".
Thole lebt seit lebt seit 1958 in Marburg. Im Jahr 1973 gehörte der gebürtige Fuldaer zu den ersten Spiele-Rezensenten, Fünf Jahre später wurde er zum Mitbegründer und Motor des Vereins "Spiel des Jahres", dessen Ehrenmitglied er heute ist.
Seit 1985 baut Bernward Thole in Marburg das Deutsche Spiele-Archiv mit über 30.000 Spielen und einer umfangreichen Fachbibliothek auf.
Der Träger des Bundesverdienstkreuzes setzt sich seit Jahren dafür ein, von der so genannten "Schachteloptik" wegzukommen und sich vertieft mit dem Spiel als Kulturgut auseinanderzusetzen. Spiel ist für ihn mehr als Würfel, Karten und Spielbrett. Es ist Ausdruck menschlicher Kreativität und Kultur. Insofern betrachtet Thole das Gesellschaftsspiel als kultur- und generationsübergreifendes Medium. Es verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft, sozialer Schichten sowie Jung und Alt miteinander. Gesellschaftsspiele haben nach Thole also vor allem eine enorme gesellschaftliche Bedeutung.
Als Anhänger des Brettspiels kritisiert Thole die Event-Kultur und Computer-Spiele als kurzatmige Unterhaltungs-Kicks. Auf der Nürnberger Spielwarenmesse 2005 verglich er Spiel mit Musik: "Im Hinblick auf die vielen Angebote hier [...] kann man Brettspiele wohl als die Kammermusik des Spielens bezeichnen".
 
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