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Text von Freitag, 24. November 2006

> s o n s t i g e s<
  
 Kleiner Trick: Falsche Personalien nach Unfall 
 Marburg * (fjh/pm)
Mit falschen Personalien hat ein Autofahrer am Freitag (24. November) versucht, sich nach dem Zusammenstoß mit einem Motorroller herauszumogeln. Bei den angegebenen Personalien des Autofahrers ergaben sich jedoch Ungereimtheiten, die das Misstrauen der Beamten weckten.
Als die Polizei gegen 7.30 Uhr bei der Unfallstelle an der Einmündung der Rudolf-Bultmann-Straße in den Krummbogen eintraf, befand sich der nach dem Zusammenprall schwer verletzte 44-jährige Rollerfahrer in notärztlicher Erstversorgungkurz vor dem Weg ins Krankenhaus. Die beteiligten Fahrzeuge - ein Piaggio-Roller und ein weißer VW Polo - standen abseits der eigentlichen Unfallstelle etwas entfernt am Straßenrand.
Erst nach eingehender Belehrung gab der 50-jährige Autofahrer seinen richtigen Namen an. Den hatte er zuvor verschwiegen. Eigenen Angaben zufolge besitzt er seit etwa zehn Jahren keinen Führerschein mehr.
Die geringen Spuren an der eigentlichen Unfallstelle - Plastik-Splitter der Roller-Verkleidung und Benzintropfen - ermöglichten schließlich noch eine Unfall-Rekonstruktion. Der in Marburg wohnende Polo-Fahrer fuhr die Rudolf- Bultmann- Straße bergab und beabsichtigte, an der Einmündung in den Krummbogen nach Links abzubiegen. Dabei übersah er den aus seiner Sicht von Links herannahenden, vorfahrtberechtigten Motorroller. Der Zusammenstoß passierte dann auf der Mitte der Fahrspur des Rollers.
Der Anprall schleuderte den ebenfalls in Marburg wohnhaften Roller-Fahrer zu Boden und verursachte seine schweren - aber augenscheinlich nicht lebensbedrohlichen - Verletzungen.
Ermittlungen der Polizei ergaben, dass der benutzte Roller konstruktionsbedingt mit dem Motor-Start automatisch und dauerhaft mit Abblend-Licht fährt.
 
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