Text von Freitag, 23. Dezember 2005
| Unbezahlte Arbeit: Bildungszentrum entließ Kurs | ||
| Marburg * (fjh)
"Was soll das jetzt?" Diese Frage hätten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "Berufspraktischen Integrationskurses" (BPI) gestellt. 13 Absolventinnen und Absolventen des Weiterbildungslehrgangs verabschiedete Georg Vaupel am Freitag (23. Dezember) im Bildungszentrum Handel und Dienstleistung (BZH) an der Furthstraße. 20 Langzeitarbeitslose aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf hatten den Lehrgang am Montag (12. September) begonnen. Einer sei schon bald wegen Krankheit ausgeschieden, berichtete Vaupel. Drei Kursteilnehmer haben während der Lehrgangsdauer eine Arbeit angetreten. Ein weiterer habe eine neue Berufsausbildung begonnen. Ein Kursteilnehmer konnte an der Verabschiedungsfeier nicht teilnehmen, da er an diesem Tag ein Vorstellungsgespräch bei einem möglichen Arbeitgeber hatte. So überreichte Vaupel 13 Teilnahmebescheinigungen. Zwei Dozenten des kurses, zwei Vertreter von Praktikumsbetrieben und zwei Vertreterinnen des KreisJobCenters (KJC) hatten sich neben den Kursteilnehmern ebenfalls im Bildungszentrum eingefunden. Ein Teilnehmer beklagte, dass das KJC ihm seine Fahrtkosten für immerhin 72 kilometer täglich nicht bewilligt habe. Vaupel vermutete, dass diese Entscheidung mit der Tatsache zu tun haben könnte, dass der Betriebssitz anderswo residiert als die Praktikumssstelle. Ein weiterer Lehrgangsteilnemer beschwerte sich darüber, dass der für ihn zuständige Mitarbeiter des KJC von der Maßnahme nicht informiert gewesen sei. Nachdem er ihn zweimal nicht daheim angetroffen habe, habe er ihm eine Leistungskürzung angedroht. Nach Auskunft der anwesenden Vertreterinnen des KJC sei dieser MItarbeiter aber über die Maßnahme informiert worden. Insgesamt herrschte bei der Abschlussfeier aber eine durchaus festliche Stimmung. Zwar haben die meisten Kursteilnehmer von ihren Praktikumsbetrieben hinterher keine dauerhafte Stelle erhalten, doch deuten sich in einigen Fällen doch künftige Beschäftigungsmöglichkeiten an. Eine Teilnehmerin bewirbt sichnun auf eine Stelle im Öffentlichen dienst. Ein Kaufmann kann in seinem Praktikumsbetrieb in Zukunft wenigstens stundenweise arbeiten. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit ist das schon ein beachtlicher Erfolg. Insbesondere die Situation im Handel beschrieb Vaupel als schlecht: "Arbeit ist genügend vorhanden, aber es fehlt das Geld frü Festanstellungen." | ||
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