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Text von Mittwoch, 14. Dezember 2005

> s o z i a l e s<
  
 Bordell-Kosten: JU befürchtet finanzielle Folgen 
 Marburg * (fjh/pm)
Scharf kritisiert hat die Junge Union (JU) den geplanten Betrieb eines Großbordells an der Siemensstraße. In einer Presseerklärung von Mittwoch (14. Dezember) befürchtet die CDU-Nachwuchsorganisation negative Auswirkungen auch auf Arbeitsplätze.
"Die Stadt würde sich nicht nur dem Risiko aussetzen, ein Knotenpunkt für Zuhälterringe zu werden", argwöhnte JU-Vorsitzender Torben Michael Theis. Vielmehr gefährde die Ansiedlung des Bordells auch Arbeits- und Ausbildungsplätze.
"Der Umsatz einer im selben Gebäude untergebrachten Werbeagentur ist seit Beginn der Debatte um rund 80 Prozent gesunken", erläuterte Theis. Das "Projekt" gefährde somit nicht nur die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, sondern bedrohe auch den heimischen Arbeits- und Ausbildungsmarkt.
"Wir appellieren nochmals mit Nachdruck an den Oberbürgermeister, alles zu tun, um die Ansiedlung zu verhindern." Laut Theis habe eine Bürgerinitiative in Schorndorf, die mit der Jungen Union Marburg Kontakt aufgenommen habe, den Betrieb eines geplanten Bordells in einer vergleichbaren Situation verhindert. Erst Mitte November habe die Hamburger Polizei eine Zuhälterbande gesprengt, die rund 300 Frauen zur Prostitution gezwungen hatte. Dies sollte die politisch Verantwortlichen eigentlich aufschrecken lassen.
 
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