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Text von Samstag, 9. July 2005

> s o z i a l e s<
  
 20 Jahre Bettenhaus: Studentenwohnheim feierte 
 Marburg * (mid)
Auf mittlerweile 20 Jahre selbstverwaltetes Wohnen blicken die Bewohner des "Bettenhauses" zurück. Aus Anlass des runden Jubiläums hat die Belegschaft am Samstag (9. Juli) Ehemalige und Freunde zu einem Sektempfang im Garten des Hauses eingeladen.
Auch Vertreter der Öffentlichkeit waren vor Ort. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) übermittelte in einer kurzen Ansprache die Grüße des Magistrats der Stadt Marburg. "Hier das Bettenhaus als Alternativ-Projekt und in direkter Nachbarschaft das Finanzamt - genau dieses Spannungsfeld ist es, was Marburg so besonders macht", stellte Vaupel fest.
Egbert Kullmann als Vertreter der Bettenhaus-Bewohner nutzte die Gelegenheit zu einem eindringlichen Appell an den Oberbürgermeister. Er erinnerte ihn an sein Versprechen, die Zusammenarbeit der Stadt Marburg mit der Philipps-Universität zu institutionalisieren. "Sorgen Sie in diesem Rahmen dafür, dass das Bettenhaus als selbstverwaltetes Wohnheim erhalten bleibt", forderte er Vaupel auf.
Glückwünsche zum 20-jährigen Bestehen übermittelten außerdem Pit Metz für die PDS/ Marburger Linke, Stefan Neubacher als ehemaliger Bewohner sowie der pensionierte Marburger Politik-Professor Georg Fülberth. Er erinnerte mit einigen Anekdoten an die Anfänge alternativer Wohnkultur in Marburg.
Seit seiner Gründung versteht sich das Studentenheim in der Emil-Mannkopff-Straße als alternatives Wohnprojekt. Demokratie und Internationalität zählen daher neben der Selbstverwaltung zu seinen Prinzipien.
Nachdem 1984 die Klinikumsgebäude auf die Lahnberge umgezogen waren, stand das ehemalige Bettenhaus zunächst leer. Noch im selben Jahr wurde der "Verein zur Förderung studentischen Wohnens in Marburg" gegründet.
Mit dem Land Hessen als Eigentümer handelte er anschließend einen Überlassungsvertrag für das Gebäude aus. Um die Renovierung und Umgestaltung der Räume kümmerten sich die Bewohner fortan selbst. Auch heute noch sind sie für die Instandhaltung verantwortlich.
Über die Geschichte des Bettenhauses können sich Interessierte auch in einer von den Bewohnern konzipierten Ausstellung informieren. Sie ist noch bis Samstag (30. Juli) im Foyer des Wohnheimes zu sehen.
 
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