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Text von Dienstag, 5. July 2005

> s o z i a l e s<
  
 Hilfe im Laden: Anlaufstelle in neuen Räumen 
 Marburg * (sts)
"Der Kontaktladen ist gelebte Toleranz. Wir haben einen Gesundheit verbessernden Ansatz, der den Lebensstil der Drogenabhängigen akzeptiert", sagte Diplom-Pädagoge Mario Ferranti, der Leiter der AIDS-Hilfe Marburg. Am Freitag (8. Juli) konnte der Kontaktladen seine neuen Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße feierlich eröffnen.
Neben politischen Vertretern aus Stadt und Kreis, Freunden und Förderern der AIDS-Hilfe fanden sich auch viele der Menschen ein, für die das Angebot entwickelt wurde. Durch den Umzug aus dem Wehrdaer Weg konnte es erheblich erweitert und nun in angenehmerem Ambiente verwirklicht werden. Besucher können weiterhin Nadeln und Pumpen tauschen, Beratungsangebote wahrnehmen und sich mit Lesen, Spielen und Musik hören vom harten Alltag ablenken.
Neu ist die Bereitstellung einer täglichen warmen Mahlzeit, die Möglichkeit zum duschen und Wäsche waschen sowie die kostenlose Internet-Nutzung.
"Der größte Fortschritt für uns ist, dass wir nun die Beratung der AIDS-Hilfe und den Kontaktladen unter einem Dach beherbergen", meinte Sozialpädagogin Sonja Janzer von der Marburger AIDS-Hilfe.
Finanziert wurde der Umbau der ehemaligen Sparkassen-Geschäftsräume vor allem von Seiten der Stadt Marburg. Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) blickte in seiner Rede auf lange inhaltliche Auseinandersetzungen zurück, deren Ergebnis letztlich aber von allen Fraktionen des Stadtparlaments befürwortet wurde.
"Die politische Verankerung dieser Einrichtung in der Stadt ist vorbildlich", lobte auch Janzer im Gespräch mit marburgnews dieStadt.
Zuletzt besuchten den Kontaktladen im Wehrdaer Weg rund 70 Personen pro Woche. Die Verantwortlichen hoffen, dass künftig 120 bis 150 Personen pro Woche kommen. Besonders Frauen und Menschen mit Migrations-Hintergrund sollen verstärkt angesprochen werden.
Der Kontaktladen der Marburger AIDS-Hilfe in der Bahnhofstraße 27 ist am Montag, Mittwoch, Freitag und Sonntag jeweils von 13.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Konsum von Alkohol und Drogen sowie jede Form von Gewalt sind in den Räumen untersagt.
 
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