Text von Montag, 19. Dezember 2005
| Schönes Schröck: Dorferneuerung soll beginnen | ||
| Marburg * (fjh/pm)
Die Weichen für die Dorferneuerung in Schröck haben die Verantwortlichen im zurückliegenden Jahr gestellt. Das gab die Stadt Marburg am Montag (19. Dezember) bekannt. Beteiligt gewesen seien die Dorferneuerungsbehörde, der Ortsbeirat Schröck, ein großer Kreis engagierter Bürgerinnen und Bürger sowie ein vor Ort tätiges Büro. Gemeinsam wurden Probleme und Chancen des Marburger Stadtteils erörtert. Zudem wurden Lösungsansätze diskutiert, aus denen sich im weiteren Verlauf der Dorferneuerung Maßnahmen und Projekte entwickeln sollen. Im Februar 2005 hat Umweltminister Dietzel den Anerkennungsbescheid zur Aufnahme des Stadtteils Schröck in das Dorferneuerungsprogramm des Landes Hessen überreicht. Der Schwerpunkt der Dorferneuerung liegt nach Angaben von Bürgermeister Dr. Franz Kahle auf der Stärkung des Ortskerns. Bereits in Jahr 2005 wurde das Modellprojekt "Innenentwicklung vor Außenentwicklung" begonnen. Gemeinsam mit Eigentümern, Bauinteressierten und Fachleuten will es ein Handlungskonzept zum Umgang mit leerstehenden Gebäuden und Baulandreserven im Dorf erarbeiten. Im Jahr 2006 soll als Bestandteil dieses Projektes eine Planungswerkstatt in Schröck durchgeführt werden. Daran anschließend soll ein Gebäude- und Flächenmanagement aufgebaut werden. Weitere anvisierte Bestandteile der Dorferneuerung sind die Schaffung einer zentralen Kulturstätte für die vielfältigen kulturellen Vereine und Gruppen in Schröck, Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Fußgänger und eine Aufwertung des Ortsmittelpunktes um Kirche und Bürgerhaus. Hinzu kommen diverse Grünmaßnahmen wie die Neugestaltung und Aufwertung der für Schröck charakteristischen Bildstöcke. Wichtig bei allen Maßnahmen sei die Nachhaltigkeit der Projekte. Im Vorfeld der einzelnen Projekte möchte Kahle eine Kosten- und Folgekostenabschätzung sowie die Trägerschaft über örtliche Vereine oder Gruppierungen abklären. Neben den öffentlichen Dorferneuerungsprojekten besteht auch die Möglichkeit, private Umbau- und Sanierungsmaßnahmahmen alter Bausubstanz durchzuführen. Hierzu bietet das Planungsbüro vor Ort eine kostenlose Beratung an. Auch beim Landkreis Marburg-Biedenkopf können Fördermittel beantragt werden. Anträge für Sanierungen, Umbauten alter Bausubstanz oder auch Planungen für das Jahr 2006 sollten bis zum 31. Januar eingereicht werden. | ||
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