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Text von Samstag, 4. Dezember 2004

> p o l i t i k<
 
 

 Die Infrastruktur: Gotthardt für bessere Anbindungen 
 Marburg * (vom)
Sein Büro in der CDU-Kreisgeschäftsstelle an der Gisselberger Straße macht einen geordneten Eindruck. Etwas verspätet erscheint Bundestagskandidat Frank Gotthardt. Der große schlanke Mittdreiziger entschuldigt sich: "Wahlkampftermine, da verquatscht man sich schon mal!"
Der 35-jährige ist nicht verheiratet. Mit seiner Verlobten wohnt er in Kirchhain. In Marburg ist er aufgewachsen. Bereits mit 5 Jahren ist er in Kirchhain in die Schule gekommen. Mit 18 Jahren hat er dort sein Abitur gemacht
Seinen Bundeswehrzeit absolvierte Gotthardt in Marburg bei den Sanitätern, bevor er dann in Marburg und Grenoble Betriebswirtschaftslehre studierte. In Grenoble habe er Skifahren und Studium gut miteinander verbinden können.
Gotthardt ist bereits früh in der jungen Union (JU) tätig gewesen. Nach seinem Diplom 1994 hat er zunächst an einem Trainee-Programm bei der SZG-Bank in Frankfurt teilgenommen. 1995 wurde der CDU-Politiker in den hessischen Landtag gewählt. Im Jahr 2001 wurde er Staatssekretär im Umweltministerium. Diese Funktion gab er allerdings zugunsten der Aufgabe als parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion wieder ab. Nun habe er sein Abgeordnetenmandat in Wiesbaden zurückgegeben, um seine mittelhessische Heimat im Deutschen Bundestag zu vertreten.
Wenn der Abgeordnetenalltag es zulässt, was wenig genug vorkommt, reist Gotthardt gerne ins Elsaß oder in die Bretagne. Seine Liebe zu guten Essen merkt man ihm jedoch nicht an. Der passionierte Hobby-Sportler joggt, schwimmt oder fährt gerne Fahrrad.
Einmal hat er auch schon an einem Triathlon teilgenommen, der diese drei Sportarten in sich vereint. Auch jede Art von Wassersport betreibe er gern.
Ganz nach dem Slogan des Wahlprogramms der CDU "Vorfahrt für Arbeit" sieht Gotthardt seine dringlichste Aufgabe darin, Arbeitsplätze für die Region zu schaffen. Voraussetzung sind nach seiner Auffassung Reformen in der Gesundheits- und Rentenpolitik.
Dabei interessiert ihn besonders, wie die Sozialsysteme zukunftsfähig gemacht werden können.
Für Marburg wünscht er sich vor allem eine bessere Infrastruktur. Gotthardt unterstützt den Weiterbau der Autobahn A49 und den Ausbau der Bundesstraße B3A. Er erwartet sich davon eine deutliche Entlastung der Marburger Stadtautobahn.
Zudem setzt sich Gotthardt dafür ein, die Bahnanbindung Mittelhessens zu verbessern. "Wer mit dem ICE nach Marburg wolle, müsse jetzt in Kassel oder Frankfurt umsteigen. Wie es mit der Bildung aussehe? Gotthardt lehnt ab. "Das sei Ländersache und im übrigen auch gut so", sagt er. Am "Standort Marburg" seien allerdings die Gen-Technik und die Nano-Technoloie auszubauen.
Gotthardt gehe es bei diesem Wahlkampf darum, den Menschen die "Wahrheit" zu sagen. Gute Erfahrungen habe er mit Haustürgesprächen gemacht. "Die Leute freuen sich, wenn ihnen mal jemand bei ihren Sorgen zuhört!
Große "Events" veranstalte die CDU in der Region zwar weniger. Doch auch die Wähler liegen dem CDU-Politiker am Herzen. Er empfindet sich zwar zu alt für die Disco. Aber: Den einen oder anderen Kneipenbummel machen wir schon und sprechen die jungen Leute direkt an", berichtet er lächelnd. Bleibt ihn nur zu hoffen, dass er auch dem Wahltag am 18. September immer noch Grund hat zu Lächeln.
 
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