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Text von Donnerstag, 26. Mai 2005

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 Vereinte Linke: PDS für gemeinsame Kandidatur 
 Marburg * (fjh/pm)
Die "historische Chance für die Linke" will die PDS Marburg-Biedenkopf nutzen. Sie ist der Meinung, dass PDS und WASG ihre Kräfte bündeln müssen, damit KandidatInnen beider Parteien in den Bundestag einziehen. Das machte die PDS in einer Erklärung vomMittwoch (25. Mai) deutlich.
Bei einer getrennten Kandidatur sehe sie die Wahrscheinlichkeit, dass beide Parteien an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Auf drei Direktmandate in Berlin zu setzen halten wir für ein Vabanque-Spiel. Ein Scheitern könnte bedeuten, dass die PDS aufhören würde, als gesamtdeutsche Partei zu bestehen.
"Wir können in Marburg auf eigene negative Erfahrungen zurückblicken", heißt es in der Erklärung weiter. 1993 traten zwei "linke" Listen zur Kommunalwahl an. Beide scheiterten mit 3,7 und 4,9 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde. 1997 trat die PDS gemeinsam mit anderen "Linken" an und hatten Erfolg mit 6,2 Prozent.
"Uns ist klar, dass es rechtlich nicht möglich ist, mit einem Bündnis zur Wahl anzutreten", schreibt die PDS. "Wir wissen, die Zeit für ein Zusammengehen der PDS und der WASG ist sehr knapp. Bei gutem Willen und der Einsicht auf beiden Seiten, dass wir diese historische Chance nicht verpassen dürfen, kann eine Lösung erzielt werden."
Es sei möglich, eine Wahlpartei zu gründen, die von beiden Parteien getragen wird, ohne dass WASG und PDS fusionieren müssten. Voraussetzung dafür sei aber auch, dass "wir alles unterlassen, was die Verhandlungen erschweren würde".
Die PDS Marburg-Biedenkopf ist überzeugt, dass sie und die WASG mit einer gemeinsamen Kandidatur eine wesentlich größere öffentliche Resonanz erzielen könne. Bereits jetzt seien bei den Überlegungen für ein Zusammengehen Optimismus und Begeisterung zu spüren. Für viele Menschen, die die Hoffnung bereits aufgegeben hatten, dass auch im Westen die "Linke" noch etwas bewegen kann, könnte eine gemeinsame Liste zu einem Anziehungspunkt werden.
 
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