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Text von Sonntag, 2. Januar 2005

> p o l i t i k<
  
 Die auch noch: Rechtsextreme und die soziale Frage 
 Marburg * (fjh/pm)
"Die extreme Rechte und die soziale Frage" ist der Titel einer Veranstaltung mit dem Journalisten und Sozialwissenschaftler Jörg Kronauer. Auf Einladung der Hochschulgruppe DISSIDENT findet sie am Donnerstag (6. Januar) um 20.30Uhr im Cafe am Grün statt.
Spätestens bei den Montagsdemos im vergangenen Jahr wurde die Tatsache unübersehbar: Die soziale Frage wird auch heute nicht nur von "links" thematisiert. Extrem rechte Organisationen beteiligten sich teilweise massiv an den Protesten gegen Hartz IV. Die NPD initiierte sogar eigenständige Demonstrationen zum Thema. Mit einem ausgefeilten Informationsangebot suchte die Partei Menschen für sich zu gewinnen, die von dem bislang umfangreichsten Verarmungsprogramm der bundesdeutschen Geschichte betroffen sind.
Historisch ist das Ganze nicht neu: Schon die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiter-Partei (NSDAP) Adolf Hitlers agitierte die Massen anhand der sozialen Frage. Ihrer vorgeblich "sozialistischen" Ideologie lag ein völkisch-antisemitischer "Antikapitalismus" zugrunde, der heute in
Theorie und Praxis der NPD wieder aufscheint. Insbesondere auf den angeblich "linken" NSDAP-Flügel beziehen sich Neonazi-Organisationen, die sich der sozialen Frage zuwenden. Der hat freilich mit linken Positionen nur die Begrifflichkeit gemein. Die Veranstaltung informiert über Geschichte und Gegenwart der Behandlung der sozialen Frage durch die extreme Rechte in Deutschland.
 
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