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Text von Mittwoch, 6. April 2005

> s o z i a l e s<
  
 Mitstreiter: Lebenshilfe trauert um Papst 
 Marburg * (fjh/pm)
"Mit dem Papst haben wir einen ganz wichtigen Mitstreiter für die Rechte behinderter Menschen verloren", sagte Robert Antretter. Der Bundesvorsitzende der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung (BVLH) äußerte sich am Mittwoch (6. April) anlässlich des Todes von Johannes Paul II.
Antretter, der selbst zur Privataudienz bei dem verstorbenen Papst in Rom war, erinnerte an die Botschaft des "Heiligen Vaters" zum Ende des Europäischen Jahres der Menschen mit Behinderung 2003. Darin heißt es: "Die Welt der Rechte darf nicht nur den Gesunden vorbehalten sein. Auch behinderten Personen muss geholfen werden, im Rahmen ihrer Möglichkeiten am Leben in der Gesellschaft mitzuwirken und all ihre physischen, psychischen und geistigen Fähigkeiten zu verwirklichen ."
Weiter erklärte der Papst dort: "Leistungsbedingte Diskriminierung ist nicht weniger verwerflich als die aufgrund der Rasse, des Geschlechts oder der Religion."
In Zeiten, da Bioethik und Kosten-Nutzen-Denken das Lebensrecht behinderter Menschen in Frage stellen, habe Johannes Paul II. immer wieder klare Worte gegen menschenverachtende Tendenzen gefunden. "Ohne ihn wären sicher schon mehr Dämme gebrochen", vermutete Antretter. Er hofft sehr, dass auch der nächste Papst wie Johannes Paul II. die besondere Verpflichtung gegenüber den Schwächsten der Gesellschaft wahrnimmt.
 
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