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Text von Sonntag, 23. Januar 2005

> s o n s t i g e s<
  
 Gewaltsamer Tod: Verdächtiger vorläufig verhaftet 
 Marburg * (fjh/pm)
Vermutlich eines gewaltsamen Todes starb in der Nacht zum Sonntag (23. Januar) eine 36- jährige Marburgerin. Die Tat ereignete sich in ihrer Wohnung an der Kantstraße. Schnell kristallisierte sich ein dringender Tatverdacht gegen ihren früheren Lebensgefährten heraus. Die Polizei nahm den 26-jährigen Mann aus Hüttenberg noch in der gleichen Nacht vorläufig fest.
Alarmiert wurde zunächst der Vater des Opfers durch dessen knapp 5 Jahre alten Sohn. Der - in der Nachbarschaft wohnende - Großvater des Jungen fand seine Tochter am Sonntag gegen 3.15 Uhr leblos im Bett ihres Schlafzimmers.
Die notärztlichen Reanimationsversuche schlugen fehl. Bei einer folgenden gemeinschaftlichen Untersuchung der Frau durch den Notarzt und die Kriminalpolizei deuteten verschiedene Merkmale am Hals und im Gesicht auf einen unnatürlichen Tod durch äußere Gewalteinwirkung hin. Offene Wunden gab es aber nicht!
Das erste Ergebnis der Obduktion des Gerichtsmedizinischen Instituts in Gießen hat das vermutete Tötungsdelikt bestätigt. Die 36-jährige Frau kam nach Ansicht der Gerichtsmediziner durch ein Herz- Kreislauf-Versagen infolge einer Gewalteinwirkung beispielsweise durch Würgen oder Strangulieren auf den Hals- und Kehlkopfbereich ums Leben.
Im Zuge der ersten Ermittlungen ergab sich ein dringender Tatverdacht gegen einen 26-jährigen Mann aus Hüttenberg. Bei ihm handelt es sich um den Vater des fast fünfjährigen Jungen, der bereits seit mehreren Jahren von seiner ehemaligen Lebensgefährtin getrennt lebt.
Die Polizei nahm den polizeilich unbekannten Hüttenberger knapp 90 Minuten nach dem Tod der Frau noch in unmittelbarer Nähe der Wohnung fest.
Der nach den ersten Umfeldermittlungen festgenommene, dringend tatverdächtige Mann aus Hüttenberg äußerte sich in seinen andauernden Vernehmungen bisher noch nicht. Er bestreitet jeden Zusammenhang und jede Verbindung mit dem Vorfall. Er bleibt bis zu seiner Vorführung beim zuständigen Haftrichter am Montag (24. Januar) in Haft.
Die Verstorbene lebte mit ihrem Jungen in einer Wohnung in einem vierstöckigen Mehrfamilienhaus an der Kantstraße. Die in der Nachbarschaft lebenden Eltern kümmern sich zur Zeit um ihren Enkel.
Der Sohn der Verstorbenen befand sich nach bisherigen Erkenntnissen zur Tatzeit in der Wohnung. Ob und wie viel er von der Tat mitbekommen hat, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Tatsache ist jedoch, dass der Junge in der Nacht seinen Großvater darüber informiert hat, dass mit seiner Mutter etwas nicht stimme.
 
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