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Text von Dienstag, 23. November 2004

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 Bestnoten für Kreis: Zulassungsstellen im Vergleich 
 Marburg * (atn/pm)
Bestnoten in einem bundesweiten Vergleich hat die Zulassungsstelle des Landkreises Marburg-Biedenkopf erhalten. In einem Abschlussbericht der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsvereinfachung (KGSt) in Köln zu einem bundesweiten Vergleichsring von Kraftfahrzeug-Zulassungsstellen schneidet der Landkreis Marburg-Biedenkopf in einigen Vergleichsbereichen am besten ab. Das berichtete Landrat Robert Fischbach am Dienstag (23. November).
In Punkto Kundenzufriedenheit, Wartezeit und Bearbeitungszeit hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf die besten Bewertungen im Vergleich. "Wir haben in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen, um die Kundenzufriedenheit und die Arbeitsabläufe in der Kraftfahrzeug-Zulassung zu optimieren. Diese hervorragenden Platzierungen sind aus unserer Sicht auch eine Anerkennung unserer Bemühungen", freute sich Fischbach.
Die Gründung des ersten bundesweit arbeitenden Vergleichsrings Kfz-Zulassung der Landkreise erfolgte zu Beginn des Jahres 2002. Im September 2003 startete die 2. Phase des Vergleichsrings. Sieben Landkreise der ersten Phase setzten die Vergleichsringarbeit fort, vier weitere Kommunen - drei Landkreise, darunter auch Marburg-Biedenkopf und eine Stadt - traten dem Vergleichsring bei, so dass im Ergebnis wieder elf Kommunen den Vergleichsring bildeten. Folgende
Der Bereich Kfz-Zulassung ist Teil der hoheitlichen Aufgaben der Kommunen, bei denen die Landkreise oder die kreisfreien Städte Träger sind. Die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr sowie gegebenenfalls die Außerbetriebsetzung von Fahrzeugen wird von der Öffentlichkeit sehr stark wahrgenommen, nicht selten ist es der einzige Kontakt vom Kunden zum Landratsamt. Daneben sind die Kfz-Zulassungsstellen für eine Vielzahl von Genehmigungen, Abnahmen und technischen Betriebserlaubnissen zum allgemeinen Fahrzeugbestand zuständig..
Jochen Koenemann von der Marburger Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle verwies darauf, dass die umfangreichen Veränderungen und Verbesserungen auch nur deshalb zustande gebracht werden konnten, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sich selbst sehr engagiert mit eingebracht haben. "Nur dadurch", so Koenemann "ist auch die große Bereitschaft zu erklären, dass am Samstag gearbeitet wird. In Punkto Öffnungszeiten liegt der Landkreis übrigens mit 36,5 Stunden in der Woche deutlich vor dem nächsten Landkreis - dem Bodenseekreis mit 28,67 Stunden - ebenfalls an erster Stelle."
Im Rahmen dieses Vergleichsrings wurde in allen Zulassungsstellen eine Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch der Kunden - nochmals differenziert nach Händlern und Privatkunden - durchgeführt. So zeigte sich, dass das Betriebsklima eine sehr wichtige Einflussgröße auf die Arbeit hat. Die Antworten der Kundenbefragung geben Auskunft über örtliche und zeitliche Merkmale sowie über den Eindruck, den die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Kundinnen und Kunden hinterlassen. "Die Gesamtergebnisse der Kundenbefragung zeigten insgesamt einen sehr positiven Eindruck der Zulassungsstellen in Bezug auf die Arbeit mit den jeweiligen Kunden. Deutlich ist hier die Aussage, dass sowohl die Rückmeldungen von Privatkunden als auch von Händlern dicht zusammenliegen, meist sogar übereinstimmen", so heißt es in der Studie.
Fischbach verwies abschließend noch darauf, dass der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Berlin gemeinsam vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, dem Kraftfahrt-Bundesamt und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft auserkoren wurden, um im Rahmen eines Pilotprojektes "Fahrzeugzulassung" die sogenannte "Online-XML-Anbindung" an das Kraftfahrt-Bundesamt als erste Kraftfahrzeug-Zulassungsbehörden im Bundesgebiet einzurichten und zu testen.
"Da diese Form der Kommunikation mit dem Kraftfahrt-Bundesamt künftig für alle Kfz-Zulassungsbehörden Standard werden soll, ist es sicherlich auch eine besondere Auszeichnung für den Kreis Marburg-Biedenkopf, hier ausgewählt worden zu sein", bemerkte der Landrat.
Die beteiligten Kommunen haben zudem vereinbart, dass neben der Fortsetzung des Kennzahlenvergleichs für den Bereich Kfz-Zulassung, auch der Bereich Führerscheinwesen interkommunal verglichen werden soll. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf beteiligt sich allerdings erst seit kurzer Zeit daran und konnte dadurch hierbei noch nicht besonders in Erscheinung treten.
 
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