Sie sind hier: marburgnews >
Heute ist Montag, 3. Oktober 2022



Text von Dienstag, 2. November 2004

> b i l d u n g<
  
 Leben in Costa Rica: Weltladen-Projekt im ASA-Katalog 
 Marburg * (fjh/pm)
Erstmals ist der Marburger Weltladen im - Anfang November erscheinenden - Katalog der Stipendienorganisation ASA mit einem Nord-Süd-Projekt vertreten. Das gab der Weltladen am Mittwoch (3. November) bekannt.
Sein Projekt ist eines von zwölf in Deutschland ausgewählten Vorhaben. Es beinhaltet einen interkulturellen Austausch zwischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Costa Rica und Deutschland. Von April bis Juni 2005 werden zwei Praktikanten aus Costa Rica mit zwei Teilnehmern aus Deutschland im Marburger Weltladen mitarbeiten. Zudem sollen sie hier über die Lebens- und Arbeitsbedingungen auf den Plantagen in Costa Rica informieren.
Im Gegenzug werden zwei Teilnehmer aus Marburg im September nach Costa Rica gehen. Die costaricanischen Praktikanten werden in Zusammenarbeit mit ihren deutschen Kollegenan öffentlichen Veranstaltungen teilnehmen. Mit einer Ausstellung wollen sie zudem aktiv zur Förderung des globalen Diskurses zwischen Nord und Süd beitragen.
Dieser Kulturaustausch soll eine Bereicherung - nicht nur allein für den Weltladen und die Teilnehmer - sein, sondern auch für alle Marburger Einwohner. Johannes Lauber vom Marburger Weltladen war der Initiator des Projektes. Er hofft, "durch die Zusammenarbeit viel voneinander an Erfahrungen zu sammeln, zu lernen, uns auszutauschen und diese Erfahrungen in die Öffentlichkeit zu tragen."
Mit Hilfe des öffentlichen Diskurses zwischen Nord und Süd wollen die Teilnehmer des ASA-Projektes die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Arbeitern auf Costa Ricas Plantagen verbessern und die Kampagnen-Arbeit dort unterstützen. Junge Berufstätige und Studierende aus Marburg und Umgebung können sich für die Teilnahme an diesem oder anderen ASA-Projekten noch bis Mitte Januar beim ASA-Stipendienprogramm in Berlin bewerben. Auskünfte zu diesem Programm erteilt der Marburger Weltladen.
Unterstützt wird das Projekt durch den hessischen Bananen-Importeur Banafair und die gemeinnützige InWEnt gGmbH. Sie ist Träger des ASA-Programms und größte deutsche Organisation im Bereich internationale Weiterbildung und Entwicklung.
ASA ist ein Stipendienprogramm und ein Netzwerk für entwicklungspolitisches Lernen. Es verbindet weltweit junge Menschen, Projekte und Initiativen. Ziel ist dabei, die Perspektiven zu wechseln, globale Fragen in konkreter Projektarbeit neu zu entdecken.
 
 Ihr Kommentar 




Bildung-Archiv








© 2004 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg