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Text von Mittwoch, 13. Oktober 2004

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 Theorie traf Praxis: Markkt der Möglichkeiten 
 Marburg * (sts)
"Der Markt der Möglichkeiten soll die Vielfalt und Buntheit der sozialpädagogischen Praxis zeigen, Begegnungsmöglichkeiten bieten und Entscheidungshilfen für die Berufswahl geben", fasste Dr. Matthias Almstedt die Zielsetzung der Veranstaltung zusammen. Er ist Abteilungsleiter für Sozialwesen an der Käthe-Kollwitz-Schule.
bereits zum dritten Mal konnte am Mittwoch (13. Oktober) der "Markt der Möglichkeiten" in der Käthe-Kollwitz-Schule stattfinden. Zwölf sozialpädagogische Einrichtungen aus Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf stellten an Infoständen ihre Arbeit vor.
Vertreten waren die evangelischen und katholischen Kindertageseinrichtungen, die Deutsche Blindenstudienanstalt (BLISTA), das Jugendheim Marbach, der St.-Elisabeth-Verein, das Gertrudisheim des Caritasverbandes, der Arbeitskreis "Soziale Brennpunkte Marburg" (AKSB) , der Kindergarten der Universitäts-Kinderklinik, der Marburger Eltern-Kind-Verein, die Freie Schule Marburg, das Kinderzentrum "Weißer Stein" und die schulischen Betreuungsangebote der Stadt Marburg.
Zuvor diskutierten die 330 Schüler und Studierenden der Schule unter dem Motto "Studierende fragen - Praxisvertreter aus dem Beirat antworten" mit Gudrun Kaupsch, Michael Harborth und Wolfgang Reinsch vom Beirat der Fachschule für Sozialpädagogik. Das Gespräch drehte sich vornehmlich um die Zukunft des Erzieherberufs, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die Qualität der Erziehung in den verschiedenen Einrichtungen.
Vor allem die örtliche Flexibilität der Künftigen Erzieher sei bei der Stellensuche entscheidend: "In Südhessen sieht die Lage momentan deutlich besser aus. Der Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige bis 2010 wird der Branche aber sicherlich einen Schub geben", sagte Almstedt.
Besonders die Politik müsse ihrer Verantwortung gegenüber den sozialen Trägern gerecht werden: "Durch weitere Kürzungen kann die Qualität der Erziehung nicht verbessert werden. Die Ausgaben für Bildung müssen erhöht werden", forderte Almstedt. Marburg sei jedoch ein gutes Beispiel dafür, was mit einer verantwortungsvollen und engagierten Kommunalpolitik zu erreichen sei.
 
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