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Text von Mittwoch, 28. July 2004

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 Neue Rolle: 91 Teilnehmer aus 21 Nationen  
 Marburg * (fjh/pm)
"Wer noch nie Deutsch gesprochen hat, außer vielleicht "Ich liebe dich", möchte bitte den Hörsaal verlassen". Mit diesen Worten lud Prof. Dr. Heinrich Dingeldein am Dienstag (27. Juli) die Teilnehmer der Hessischen Internationalen Sommeruniversität (ISU) zum Sprachtest ein. Zuvor hatte er bei der Eröffnung der Veranstaltung zusammen mit Universitätspräsident Prof. Dr. Volker Nienhaus 91 Studierende aus 21 Nationen in deutscher und englischer Sprache begrüßt.
"Dies ist die 107. Sommerveranstaltung an unserer Universität", berichtete Dingeldein. Mit dem Schriftsteller Thomas S. Eliot und dem Regisseur Robert S. Siodmak nannte er gleich zwei berühmte "Ehemalige" aus früheren Kursen. Der wissenschaftliche Leiter der Sommeruniversität betonte auch, dass es sich dabei trotz hervorragenden Rahmenprogramms um eine sehr arbeitsintensive Veranstaltung handelt: "Die Teilnehmer werden hart arbeiten müssen, aber auch Chancen haben, Menschen kennenzulernen, die sie sonst nie kennengelernt hätten."
Zu den attraktiven Aspekten der Sommeruniversität zählt die Möglichkei, internationale Kontakte zu knüpfen", meinte auch Nienhaus und legte entsprechende Zahlen vor: Von den insgesamt 91 Teilnehmern sind 56 aus den USA und Kanada, 23 aus mittel- und osteuropäischen Ländern, neun aus West- und Mitteleuropa und insgesamt drei aus Nigeria, Malaysia und Mexiko.
"Die ISU hat eine Marktlücke erfolgreich besetzt", resümierte er.
Der Präsident erinnerte daran, dass die Veranstaltung in diesem Jahr zum sechsten Mal in Folge stattfindet. Ihre Wertschätzung durch das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sei dadurch belegt, dass "der Minister selbst oder aber der Staatssekretär die Abschlusszertifikate überreicht".
Angesichts des "hohen strategischen Stellenwerts der ISU auch im Ausland" bat er dann die jungen Zuhörer, "eigene Ideen zu entwickeln, um künftigen Teilnehmern zu nützen".
Die vierwöchige Sommeruni steht in diesem Jahr unter dem Motto "Eine neue Rolle für die Alte Welt? - Deutschland und Europa im Zeitalter der Globalisierung". Das Programm wird von Dozenten aus Deutschland, Ungarn, Rumänien, Slowenien und den USA in Deutsch und Englisch angeboten: Nach den Deutschkursen am Morgen geht es in sechs verschiedenen Seminaren beispielsweise um "die Rolle Europas im internationalen Kontext" (Modul Ökonomie/Politik) oder um "Konzeptionen der Freiheit in Neuzeit und Gegenwart" (Modul Kultur). Erstmals im Angebot ist das Modul "Medien", das mit Themen wie "Media and Democracy" oder "Klassiker des deutschen Films" neue Schwerpunkte setzt.
"Auch in ihrer Freizeit wird den Teilnehmern einiges geboten", berichtete Diplom-Pädagogin Gine Geruschkat. Sie ist Managing Coordinator der ISU. Geplant sind unter anderem ein Besuch der Burg Greifenstein im Lahn-Dill-Kreis und ein Grillabend beim Uni-Bootshaus am Edersee. An kulturellen Highlights hat die Sommeruniversität in diesem Jahr Vorträge von Schauspieler Karlheinz Böhm und Prof. Dr. Werner Abelshauser sowie ein Galakonzert der weltberühmten Opernsängerin Nuccia Focile zu bieten.
 
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