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Text von Mittwoch, 26. Mai 2004

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 Drahtseilakt: Meinkes Einsatz für Studierende 
 Marburg * (vic)
Neben Speis und Trank sowie Live-Musik gab es am Dienstag (25. Mai) im vollbesetzten Bistro der Mensa auch viele Reden zu hören. Im Rahmen einer Feierstunde fand dort die Verabschiedung von Dr. Dieter Meinke als Geschäftsführer des Studentenwerks Marburg sowie die Einführung seines Nachfolgers Dr. Uwe Grebe statt.
Der 65-jährige Meinke geht nach fast 20-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer des Studentenwerks in den Ruhestand. Nachfolger Grebe ist wie sein Vorgänger auch Wirtschaftswissenschaftler.
In vielen Lobreden wurde Meinkes wirtschaftliches und soziales Engagement gewürdigt. Nach Auffassung des Vorstandsvorsitzenden und Universitätskanzlers Bernd Höhmann hat Meinke in überragender Weise seine Tätigkeit ausgefüllt. Durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Studierenden erfreue er sich bei ihnen größter Beliebtheit.
Danach ließ Höhmann die Arbeit Meinkes noch einmal Rewü passieren, denn dieser habe unzählige Projekte ins Leben gerufen und dann auch umgesetzt. Die Sanierung der Mensa und einiger Studentenwohnheime seien die wichtigsten davon gewesen.
Am 1. Dezember 1985 hatte Meinke seine Tätigkeit als Geschäftsführer des Studentenwerks übernommen. In seiner Amtszeit wurden zahlreiche Projekte verwirklicht:
So wurde 1991 die Kindertagesstätte des Studentenwerks in der Deutschhausstraße in Betrieb genommen. Die fast abgeschlossene Renovierung einiger Häuser im Studentendorf hatte 1998 begonnen.
Die 11-Quadratmeter-Zimmer mit einer Küche und einem Bad für ein Dutzend studierende seien nicht mehr zeitgemäß, meinte Höhmann. Daher habe man die Zimmer vergrößert und mehr Bäder und Küchen eingebaut. Die Zimmer verfügen nun auch über Fernsehen, sowie Telefon- und Internet-Anschluss.
Ferner wurde 1994 als Marburger Neuheit der bargeldlose Zahlungsverkehr mit aufladbarem Schlüssel in der Mensa eingeführt. Auch wurde dort 1997 ein Aufzug für Schwerbehinderte eingebaut.
Ganz besonders hob der Redner aber Meinkes soziales Engagement hervor: So habe sich Meinke nicht nur in vielen Gruppen und Gremien engagiert, sondern sich auch besonders für die Belange derer eingesetzt, die in ihrem Studium mit Nachteilen zu kämpfen haben. Dabei habe sich der Geschäftsführer besonders für die Interessen Studierender mit Kindern, behinderter Studierender und ausländischer Studierender stark gemacht.
Im Auftrag des Hessischen Wissenschaftsministers Udo Korz verlas Katharina Beilhack ein Grußwort. Sie hob dabei hervor, dass Meinke trotz seiner sehr freundlichen und umgänglichen Art durchaus auch unnachgiebig und geradezu "widerborstig" und hart in der Sache sein konnte.
Den "Drahtseilakt" zwischen wirtschaftlichem Gewinnstreben des Studentenwerks einerseits sowie den kostengünstigen und Kostenlosen Angeboten und Leistungen für die Studierenden andererseits habe Meinke hervorragend bewältigt.
Ein Beispiel dafür sei sein erfolgreicher Einsatz zur Erhaltung der Essenszuschüsse, mit deren Streichung das Land Hessen dem Studentenwerk gedroht hatte.
 
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