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Text von Mittwoch, 17. März 2004

 
Nano-Workshop: Deutsch-australische Zukunftsvisionen
  Marburg * (lyg/pm)
Ein deutsch-australischer Workshop zum Thema "Integrierte Nanotechnologie: Von komplexen Nanoobjekten zu Anwendungen" findet am Donnerstag (18. März) und Freitag (19. März) auf dem Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt statt. Koordinatoren sind die Professoren Andreas Greiner und Joachim Wendorff aus dem Fachbereich Chemie der Philipps-Universität sowie Professor F. Caruso von der Universität Melbourne. Beteiligt sind 20 Projektpartner mit etwa 200 Mitarbeitern.
Ziele der Veranstaltung sind die internationale Netzwerkbildung im Bereich der Nanotechnologie, eine Vereinbarung von Forschungskooperationen einschließlich der Abstimmung gemeinsamer Forschungsprojekte und die Entwicklung eines Austauschprogramms.
Die Nanotechnologie gilt als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Sie befasst sich mit allerfeinsten Strukturen und Objekten, deren Abmessungen im Bereich weniger Milliardstel Meter liegen. Das entspricht etwa dem Zehntausendstel des Durchmessers eines menschlichen Haares.
Die Nanotechnologie hat weitreichende Auswirkungen in so unterschiedlichen Bereichen wie der Medizin und Pharmazie, der optischen und elektronischen Informationstechnologie, sowie der Energie- und Umwelttechnik. Zudem seien die Sensorik, die Biotechnologie, wie auch die Chemie- und Materialtechnik zu nennen. Dieser neuen Technologie wird die Rolle der nächsten industriellen Revolution zugetraut mit erheblichen den Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Die beteiligten Akteure im Bereich der Nanotechnologie wollen sich nicht nur hessen- oder deutschlandweit , sondern international positionieren. Sie wollen sich dem Wettbewerb stellen, sich international vernetzen, um in der Grundlagenforschung und im Technologietransfer führend zu bleiben.
Die geplante Zusammenarbeit deutscher Nanowissenschaftler mit australischen Experten und Institutionen ist ein logischer Schritt in dieser Richtung. Australien ist in vielen Bereichen der Nanotechnologie international sehr gut ausgewiesen.
Während des Frankfurter Workshops sollen aktuelle Forschungsarbeiten vorgestellt werden. Dadurch soll eine Netzwerkbildung, Forschungskooperationen und gemeinsame Projekte abgestimmt werden. Außerdem ist der Austausch von Doktoranden vorgesehen.
Dabei sollen insbesondere zwei Schwerpunkte behandelt werden: funktionalisierte photonische Nanostrukturen und biofunktionalisierte Nanosysteme. Beide Schwerpunkte umfassen so wichtige Anwendungsbereiche wie Katalyse, Sensorik, Medizin und Optoelektronik. Dies sind Bereiche, in denen in vielen Fällen eine Integration in größere Systeme einen notwendigen, aber häufig noch nicht beherrschten Schritt darstellt. Die meisten Teilnehmer am Workshop arbeiten in diesen Bereichen.
Die Teilziele der Zusammenarbeit liegen in den Bereichen: Integration von speziellen Funktionen in Nanoobjekte, Anordnung von Nanoobjekten in speziellen Architekturen sowie Modellanwendungen über Integration.
Beobachter des Workshops sind Forschungsförderinstitutionen aus Australien und Deutschland.
 
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