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Text von Donnerstag, 9. Dezember 2004

> s o z i a l e s<
  
 International Wohnen: CG muss erhalten werden 
 Marburg * (sts)
Mit allen seinen Möglichkeiten wird sich der Magistrat der Stadt Marburg bei der Philipps-Universität und dem Land Hessen für den Erhalt des "Collegium Gentium"(CG) einsetzen. Dies ist der Wortlaut eines am Mittwoch (8. Dezember) im Bauausschuss des Stadtparlamentes einstimmig beschlossenen Antrags von SPD und Grünen.
Ob das Studierendenwohnheim nun aber in der Gutenbergstraße 18 beheimatet bleiben wird oder doch umziehen muss, blieb weiter offen. Der Antrag beinhaltet auch die Möglichkeit, eine vergleichbare innerstädtische Alternative zu finden.
Stadtverordnete Astrid Kolter - selbst Bewohnerin des Collegiums - beklagte den derzeitigen Aufnahmestopp von Neumietern: "Da in letzter Zeit einige Studierende ausgezogen sind, gehen uns wichtige Mieteinnahmen verloren. Wir müssen versuchen über die Öffentlichkeit Druck auf die Verantwortlichen auszuüben". Uwe Meyer (SPD) gab zu bedenken, dass das Brandschutzgutachten noch immer nicht vorliege und es durchaus denkbar sei, dass mit einigen baulichen Veränderungen das "Collegium Gentium" an Ort und Stelle erhalten werden könne.
Oberbürgermeister Dietrich Möller bestätigte, dass auch er als Vorsitzender des Stiftungsrates des Collegium Gentiums das Gutachten noch nicht bekommen habe. Es müsse aber über Alternativen nachgedacht werden. Dabei scheiden mittlerweile der Tannenberg aufgrund seiner Randlage und das Europa-Studentenhaus der Jägerkaserne wegen fehlender Kapazitäten aus. Diskutiert wurde die mögliche Neuerrichtung des Collegiums in der Uferstraße auf einem der Grundstücke der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GeWoBau) oder der Umzug in das Haus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in der Deutschhausstraße.
"Wir sind zum Erhalt des Collegium Gentiums allein schon durch den Stiftungsauftrag gezwungen", stellte Möller klar. Ein Aufgabe des internationalen Studierendenwohnheims komme daher nicht in Frage.
 
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