Sie sind hier: marburgnews >
Heute ist Dienstag, 4. Oktober 2022

Text von Donnerstag, 23. Dezember 2004

> s o z i a l e s<
  
 Bauten und Barrieren: Förderanträge bald einreichen! 
 Marburg * (fjh/pm)
Mittel zur Beseitigung baulicher Hindernisse für behinderte Menschen stellt das Land Hessen auch im Jahr 2005 wieder zur Verfügung. Darauf hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf am Donnerstag (23. Dezember) hingewiesen.
Behinderte bewohnen vielfach Wohnungen, in denen sie alleine nicht zurecht kommen und auf fremde Hilfe angewiesen sind. Dies beginnt schon auf dem Weg zur Wohnung, vor dem Haus und auch im Haus selbst, wenn Stufen und Schwellen den Weg verbauen. Auch in der Wohnung sind oftmals die Bewegungsflächen zu eng und die Türdurchgänge zu schmal. Toilettenräume und Bäder können Menschen mit Behinderungen mitungter ohne fremde Hilfe kaum vernünftig nutzen.
Seit dem Jahre 2002 sind im Landeshaushalt jährlich 500.000 Euro für die Beseitigung baulicher Hindernisse für Menschen mit Behinderungen in bestehenden Wohngebäuden und im näheren Wohnungsumfeld eingeplant. Gefördert wird mit einem Zuschuss, der bei Mietwohnungen bis zu 80 Prozent der Maßnahmekosten und bei einer vom Eigentümer oder einem Angehörigen genutzten Wohnung bis zu 50 Prozent betragen kann. Auch sind Mieter selbst antragsberechtigt, wenn sie die Maßnahme mit Einverständnis des Vermieters selbst finanzieren. Förderungsfähig sind bereits Maßnahmekosten ab 1.000 Euro.
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf wird dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung stellt das Land Hessen seinen Mittelbedarf für das Jahr 2005 bis Ende Februar 2005 melden. Um diesen Mittelbedarf besser abschätzen zu können, besteht bis Mitte Februar 2005 die Möglichkeit, dass sich interessierte Bürgerinnen und Bürger des Landkreises an die Wohnraumförderstelle im Fachbereich Bauen der Kreisverwaltung in Marburg wenden.
Geplante Maßnahmen sollten auf einem Anmeldeformblatt beschrieben werden. Da die zur Verfügung stehenden Mittel vergleichsweise knapp sind, sollte insbesondere die Dringlichkeit der Umbaumaßnahmen deutlich gemacht werden.
 
 Ihr Kommentar 






© 2004 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg