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Text von Mittwoch, 24. November 2004

> s o z i a l e s<
  
 Innungen spenden: Scheck für Elterninitiative 
 Marburg * (fjh/pm)
Bei einer Veranstaltung der Bezirksschornsteinfegermeister und der Innung Sanitar, Heizung und Klimatechnik am 7. und 8. Mai im Kreishaus konnte ein Überschuss erwirtschaftet werden. Diesen Geldbetrag von 1.500 Euro übergab Landrat Robert Fischbach im Auftrag der Institutionen am Mittwoch (24. November) an Edith Martin von der Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder .
Heinz Peter und Fritz Schäfer als Vertreter der Innungen Sanitar, Heizung, Klimatechnik in Marburg und Biedenkopf sowie Bezirksschornsteinfegermeister-Kreisobmann Karl-Heinz Metke hatten die Elterninitiative ausgewählt. Fischbach betonte, dass es gut sei, dass es eine solche Initiative gibt. Eltern, deren Kinder so schlimm erkranken, brauchen Beistand und Hilfe. Die Arbeit dieser Initiative, so der Landrat, sei für viele sicherlich ein Licht im Dunkeln.
Der Verein "Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg" wurde 1985 von Eltern gegründet, deren Kinder auf der Station 5 der Marburger Kinderklinik behandelt wurden. Bereits 1999 hatte die Gruppe 119 Mitglieder, zu denen nicht nur Eltern, sondern auch Angehörige, Freunde und Pflegekräfte der Station 5 gehören.
Die Aufgabe der Initiative ist es, mit den betroffenen Eltern zu reden, sie zu informieren und Hilfe zu vermitteln. Die aus Spenden finanzierte Arbeit wird ehrenamtlich und ohne bürokratischen Aufwand geleistet.
Ein wichtiges Anliegen ist es zudem, eine familiäre Stationsatmosphäre zu schaffen. In wohnlich eingerichteten Aufenthaltsraum treffen sich Kinder und Eltern zu Gesprächen, zum Spielen und zu Mahlzeiten. Auch die Patientenzimmer und Stationsräume sowie die zur Station gehörende Terrasse wurden von der Initiative mitgestaltet. Ebenso ha t sie die Kosten für die Möbel des Klinik-Kindergartens und der onkologischen Ambulanz übernommen.
Durch die Finanzierung einer Erzieherin wird eine gute pädagogische Betreuung gewährleistet. Damit die Schwestern Zeit für die einzelnen Kinder haben, werden sogar mehrere Pflegestellen sowie eine studentische Hilfskraft für Schreibarbeiten finanziert.
Die Initiative hilft manchmal auch in besonderen Situationen, die Familien durch monatliche Beihilfen oder Erstattung von Fahrtkosten finanziell zu unterstützen.
Zu den regelmäßigen Aufgaben zählt auch die Miete für eine Wohnung in Kliniknähe, in der Eltern und Angehörige übernachten können, die längere Anfahrtswege haben.
 
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