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Text von Donnerstag, 15. July 2004

> s o z i a l e s<
  
 Erste Erfolge: 4 Monate Beschwerdestelle Altenhilfe 
 Marburg * (fjh/pm)
Erste Erfolge verzeichnet die "Beschwerdestelle Altenpflege" der Stadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf . Das teilten Landkreis und Stadt am Donnerstag (1. Juli) nach den ersten vier Monaten Beschwerdestelle mit.
Am 2. März 2004 hatte die Beschwerdestelle nach intensiver Vorbereitung ihre Arbeit aufgenommen. Eine erste Zwischenbilanz belegt, dass auf diesem diffizilen Gebiet durchaus Handlungsbedarf besteht. In den ersten vier Monaten wurden bereits zwölf Anfragen und Beschwerden an die Bechwerdestelle herangetragen. Neben direkten Hilfestellungen und Problemlösungen konnte den Beschwerdeführern auch durch entsprechende Vermittlung weitergeholfen werden.
Die Beschwerdestelle ist ein gemeinsames Projekt von Landkreis Marburg - Biedenkopf und der Stadt Marburg in Kooperation mit dem Seniorenrat des Landkreises und dem Seniorenbeirat der Stadt. Sie versteht sich als Anlaufstelle für pflegebedürftige Menschen, ihre Angehörigen, aber auch für Nachbarn, Freunde, gesetzliche Betreuer und in der Pflege Tätige Menschen. Sie hilft bei Problemen oder in Konfliktfällen.
Als Beitrag zur Qualitätsentwicklung und -sicherung von Pflegeleistungen soll der entsprechende Schutz pflegebedürftiger Menschen bei häuslicher Pflege, als Nutzer von ambulanten Diensten sowie bei Aufnahme in einem Pflegeheim gewährleistet werden.
Zuständig für die Beratung ist ein Team von 13 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Eingehende Anträge oder Beschwerden werden vom Eingang über die Bearbeitung bis zu einer eventuellen Lösung des Problems oder auf Wunsch bis zu einer Weitervermittlung an gesetzliche Kontrollinstanzen vertraulich behandelt. Die ehrenamtlichen Mitglieder sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Bei Bedarf wird völlige Anonymität garantiert.
Eine weitere wichtige Grundlage für die Arbeit des Beratungsteams bildet die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Leitungsebenen der Alten- und Pflegeheime und der ambulanten Dienste in Landkreis und Stadt, die sich zum überwiegenden Teil zur freiwilligen Kooperation mit der Beschwerdestelle bereit erklärt haben. Auftretenden Problemen und Konflikten kann dadurch zeitnah begegnet werden. Anregungen und Kritik können bei künftigen Planungen berücksichtigt werden.
Neben ihrem internen Qualitätsmanagement erhoffen sich die Kooperationspartner der ambulanten und stationären Dienste, durch Transparenz und konstruktive Zusammenarbeit einen weiteren Beitrag zur Qualitätssicherung und -entwicklung in der Altenpflege zu leisten. Die Sozialdezernenten von Stadt und Kreis, Stadtrat Dr. Franz Kahle und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern, wünschen sich, dass die Beschwerdestelle einen weiter zunehmenden Bekanntheitsgrad als Ombudsstelle in der Öffentlichkeit erhält und so noch mehr in Anspruch genommen wird :"Unser Ziel ist, dass der pflegebedürftige Mensch im Mittelpunkt aller pflegerischen Bemühungen steht und die notwendige Unterstützung erfährt."
 
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