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Text von Mittwoch, 18. Februar 2004


 
Arbeitsgespräche: Zukunft der Arbeit, Arbeit der Zukunft
  Marburg * (FJH/pm)
Viele Menschen fragen sich, ob sie ihre Berufswünsche überhaupt noch verwirklichen können oder zu welchen Bedingungen dies möglich ist. Die Wünsche und die Erwartungen an die eigene Berufstätigkeit bei Männern und Frauen haben sich in den letzten Jahren - auch vor dem Hintergrund eines moderneren Geschlechterverhältnisses - verändert. Die Möglichkeiten, das Arbeitsleben mit dem Rest des Lebens zu vereinbaren oder der Wunsch nach einer qualifikationsadäquaten, existenzsichernden und befriedigenden Tätigkeit beschäftigen immer mehr Menschen. Das gilt insbesondere auch im Hinblick auf eine geschlechtergerechte Arbeitswelt.
Die veränderten Anforderungen an Arbeit und Arbeitszeit werden jedoch in der aktuellen Politik - auch im Zuge der zusammenwachsenden Arbeits- und Produktionsräume in Europa und weltweit - kaum berücksichtigt. Stattdessen wird in der politischen Debatte der Aspekt der Qualität von Arbeit zurückgedrängt zugunsten einer Politik, die jede Arbeit für annehmenswert hält. Die daraus entstehenden Konflikte werden auf die Einzelnen oder in das private Umfeld zurückverwiesen.
Ist dies nur ein deutsches Phänomen? Wie gehen andere Länder in Europa mit den Veränderungen um? Welche Perspektiven können entwickelt werden? Wie kann Arbeit gestaltet werden, wenn man feministische Kriterien und Visionen zugrundelegt?
Die 2. Marburger Arbeitsgespräche von Mittwoch (25. Februar) bis Freitag (27. Februar) an der Philipps-Universität bieten ein Forum, um diese und andere Themen mit renommierten WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland zu diskutieren. Wichtige Themen sind unter anderem Arbeitszeit, Dienstleistungsarbeit, Bewertung und Bezahlung.
Die Tagung soll einen Beitrag zum internationalen Austausch einer Arbeitsforschung und Arbeitspolitik leisten, die Arbeit nicht nur als Existenzsicherung versteht, sondern auch unter qualitativen Gesichtspunkten analysiert und gestaltet. Dabei orientiert sie sich insbesondere am Prinzip der Geschlechterdemokratie.
Die zum zweiten Mal stattfindenden Marburger Arbeitsgespräche zum Thema "Arbeit unter Druck: Qualitätsstandards von Arbeit im Arbeitsraum Europa - Feministische Einsprüche und Anstöße" werden von "GendA Netzwerk feministische Arbeitsforschung" veranstaltet. Die Internationale Konferenz mit Saskia Sassen aus Chicago, PIngrid Kurz-Scherf aus Marburg, Sylvia Walby aus Leeds, Renata Siemienska aus Warschau, Friederike Maier aus Berlin aus anderen bietet ein Forum für die Debatte um die Zukunft der Arbeit und die Arbeit der Zukunft aus feministischer und genderkompetenter Perspektive. Die Arbeitsgespräche sollen im Rahmen des - vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes "GendA Netzwerk feministische Arbeitsforschung" einen Beitrag zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit von Arbeitsforschung, Arbeitspolitik und Arbeitsgestaltung leisten.
 
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