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Text von Freitag, 19. November 2004

> p o l i t i k<
  
 Hoffnungsschimmer: Debatten über Marktfrühschoppen 
 Marburg * (sts)
Die Zukunft des Marktfrühschoppens weitet sich langsam zum Ganzjahresthema aus. Auch im Schul- und Kulturausschuss stand das Thema am Donnerstag (18. November) im Sitzungssaal "Hohe Kante" auf der Tagesordnung.
Galten die Versuche von Seiten des Fachdienstes Kultur der Stadt Marburg sowie der Marburg Tourismus und Marketing GmbH (MTM), die zerstrittenen Parteien an einen Tisch zu bringen, letzte Woche bereits als gescheitert, so sah Fachdienst-Leiter Dr. Richard Laufner jetzt doch einen "Silberstreif am Horizont". Zwar verwarf auch er die Vorstellung, ein von allen Parteien gemeinsam getragenes Fest auf die Beine stellen zu können, doch sei zumindest von Seiten der Befürworter des Marktfrühschoppens zuletzt eine größere Gesprächsbereitschaft zu verzeichnen gewesen.
Auch die Wahl des neuen Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) könnte wieder Bewegung in die Diskussionen bringen. Laufner machte deutlich, dass von Kapitulation keine Rede sein könne und schließlich alle Beteiligten ein Interesse daran hätten, das Konfliktniveau des Festes zu reduzieren.
Zweites zentrales Thema der Sitzung war der Umbau und die Sanierung der Adolf-Reichwein-Schule. Für 447.000 Euro werden dort zwei große - gut 30 Jahre alte - Metallwerkstätten zu vier kleineren Räumen umgebaut. "Um der modernen Unterrichtskonzeption gerecht zu werden, muss an jede Werkstatt auch ein Theorieraum angeschlossen sein. Außerdem waren die technischen Standards und die Sicherheitsbestimmungen überholt", begründete Schulleiter Norbert Herlein die Umbaumaßnahmen. Weitere Kosten werden in den nächsten Jahren durch die Modernisierung der Ausstattung auf die Stadt zukommen, auch wenn Herlein versicherte, das externe Sponsoring weiter intensivieren zu wollen.
Bürgermeister Egon Vaupel bezeichnete die Veränderungen als unumgänglich, um auch weiterhin eine qualifizierte Ausbildung in der Schule ermöglichen zu können.
Das auch die Schüler selbst einmal in den Genuss städtischen Geldregens gelangen können, verdanken sie dem neu initiierten Nichtraucher-Wettbewerb. Unter dem Motto "Rauchfrei ist klasse, Klasse ist rauchfrei" sollen bei der Preisverleihung im Juli 2005 Nichtraucherklassen mit 100 Euro belohnt werden. Klassen mit weniger als 10 Prozent Rauchern erhalten noch immer 50 Euro. Der Wettbewerb richtet sich an Klassen der Jahrgangsstufen acht bis zehn. Angesichts einer Raucherquote von 43% in dieser Altersstufe wird sich zeigen, wie tief die Stadt letztlich in die Tasche greifen muss.
 
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