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Text von Freitag, 15. Oktober 2004

> p o l i t i k<
  
 Anträge auf ALG II: Kreis meldet hohen Rücklauf 
 Marburg * (fjh/pm)
Mehr als 75 Prozent der bisherigen Sozialhilfeempfänger und Bezieher des künftigen "Arbeitslosengeldes II" haben ihre Anträge bereits eingereicht. Das hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf am Freitag (15. Oktober) gemeldet.
Nachdem der Kreis erst nach der Sommerpause in einem vereinfachten Verfahren die Anträge versandt hat, kann bereits jetzt ein sehr hoher Rücklauf verzeichnet werden. Am Kontrolltag 6. Oktober waren es bereits 76,04 Prozent der bisherigen Sozialhilfeempfänger .
Für den Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern ist das vereinfachte Antragsverfahren ein erster klarer Vorteil der kommunalen Option: "Die bisherigen Daten mussten nur ergänzt werden, um die Leistungen berechnen zu können. Dafür benötigten wir nur einen vierseitigen Antrag. Im Falle der Nutzung des 16-seitigen Antrags der Bundesanstalt für Arbeit hätte dies eine deutlich höhere Hürde für die Antragsteller und auch erhebliche Mehrarbeit für die künftigen Fallmanager bedeutet", erklärte McGovern.
Einen weiteren Vorteil sieht er darin, dass die Mitarbeiter der Verwaltung einen guten Kontakt zu den Antragsstellern haben. Dadurch könnten sie sowohl auf die Bedeutsamkeit der Anträge hinweisen als auch bei Fragen zum Antrag behilflich sein.
Der Erste Kreisbeigeordnete rät weiterhin dazu, die Anträge nach dem Sozialgesetzbuch (SGB II) möglichst umgehend auszufüllen. Die Nichtabgabe der Anträge führe dazu, das die Betroffenen ihre Leistungen nicht rechtzeitig erhalten könnten.
Der Landkreis habe versucht, es den Antragsstellern so leicht wie möglich zu machen. Wie der hohe Rücklauf nach McGoverns Ansicht zeigt, scheine das auch gelungen zu sein.
 
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