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Text von Montag, 14. Juni 2004

> p o l i t i k<
  
 Bilder des Protests: Fotos zum Marktfrühschoppen 
 Marburg * (sts)
"Mit dieser Fotoausstellung soll der Marktfrühschoppen bereits im Vorfeld ins Bewusstsein der Menschen rücken", sagte Holger Fink von der Gruppe der Marktfrühschoppen-Gegner. Unter dem Titel "10 Jahre Protestbewegung gegen den Marburger Marktfrühschoppen" wird für die nächsten vier Wochen eine Fotoausstellung im Café am Grün zu sehen sein. In erster Linie sind dabei diverse Plakate der letzten Jahre ausgestellt, in denen zu Protestveranstaltungen aufgerufen wurde.
"Wir haben absichtlich auf Zeitungsartikel und ausführliche Texttafeln verzichtet, um die Ausstellung in den Café-Alltag zu integrieren", erläuterte Annika Kling. Sie ist Sprecherin der Marktfrühschoppen-Gegner. Ziel der Gruppe ist es, den Marktfrühschoppen abzuschaffen, da er eine zutiefst reaktionäre, sexistische und elitäre Veranstaltung auf dem repräsentativsten Platz der Stadt sei.
Der Frühschoppen sei schon immer als ein Fest der Korporierten angelegt worden. Dementsprechend verstünden diese ihn als ihr Fest. Ankündigungen auf den Internetseiten der studentischen Verbindungen machten dies deutlich.
Mit der Ausstellung soll nun den Gästen des Cafés ein Überblick über die Proteste der letzten zehn Jahre gegeben werden. Für die nötigen Hintergrundinformationen sorgt ein ausführliches Flugblatt, in dem die Protestbewegung chronologisch dargestellt ist.
"Wir richten uns auch gegen die Kriminalisierung der Proteste in den Medien. Das Gewaltpotential ist äußerst gering", meinte Kling. Neben der Fotoausstellung wird es auch in diesem Jahr eine Tagung mit dem Thema "(R)echte Eliten Männerbünde, studentische Verbindungen und antiegalitäres Denken in Hochschule und Gesellschaft" am 3. Juli im Hörsaalgebäude geben. Am gleichen Tag findet auch wieder ein Gegenfest am Collegium Gentium in der Gutenbergstraße statt.
 
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