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Text von Dienstag, 1. Juni 2004

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 Lahnradwanderweg: Über Ländergrenzen hinweg 
 Marburg * (fjh/pm)
Touristisch hat sich der "Lahnradwanderweg" längst etabliert. Eine Viertelmillion Menschen bewegt sich jedes Jahr auf diesem Weg zwischen Marburg und der Lahnquelle. Nach Einschätzung des Marburger Landrats Robert Fischbach geht es jetzt darum, dieses Angebot zu optimieren: "Eine durchgängig gleichartige Beschilderung ist auf diesem Weg ein wichtiger Schritt, denn zu einer einheitlichen Vermarktung gehört auch ein einheitliches Erscheinungsbild !"
Der "Lahnradwanderweg" soll in den kommenden Jahren eine deutliche Aufwertung erfahren. Darauf haben sich die Regierungspräsidenten Jürgen Büssow aus Düsseldorf, Renate Drewke aus Arnsberg, Lutz Klein aus Kassel und Wilfried Schmied aus Gießen sowie die Landräte Paul Breuer vom Kreis Siegen-Wittgenstein, Robert Fischbach vom Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Bürgermeister Hans Werner Braun aus Bad Berleburg, Robert Gravemeier aus Bad Laasphe, Heinz-Josef Linten aus Erndtebrück sowie die Geschäftsführer der anliegenden touristischen Regionen bei einem Gespräch im Jagdhof Glashütte in Volkholz verständigt.
Auf Einladung von Breuer waren die Gäste am Vortag zu einer Radtour auf dem "Lahnradwanderweg" aufgebrochen, um sich persönlich ein Bild von der touristischen Infrastruktur zu machen. Die Idee hierzu war im Zuge der diesjährigen Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin entstanden.
Verabredet haben die Regierungspräsidenten, Landräte und Bürgermeister, dass es künftig eine einheitliche Beschilderung des Radweges entlang der Lahn geben soll. Dabei soll auf nordrhein-westfälischem Gebiet dasselbe System eingesetzt werden, das sich auf hessischer Seite bereits bewährt hat. So wird die Beschilderung in NRW auf ein besseres Informationsniveau gebracht.
"Es ist wichtig, hierbei die Perspektive der Gäste einzunehmen", erläuterte Drewke. "Touristen machen nicht an den Länder- und Verwaltungsgrenzen Halt, sondern wollen durchgängige Angebote."
Wünschenswert wäre es, wenn es künftig in Anlehnung an den Erfolg des Radfahr-Events "SiegtalPur" regelmäßig eine große Veranstaltung für den "Lahnradwanderweg" gäbe, um seinen Bekanntheitsgrad weiter zu erhöhen.
Verbesserungsbedarf machten die Gesprächsteilnehmer auch beim "Lahnradwanderweg" im Bereich von Bad Laasphe aus, wo er teilweise über eine stark befahrene Straße führt. In diesem Zusammenhang haben die Beteiligten auch mit Blick auf den Ederauen-Radweg im Bereich von Hatzfeld Verbesserungen angekündigt.
Büssow unterstrich die Bedeutung der gemeinsamen Werbung: "Es muss darum gehen, die Menschen in Düsseldorf, Köln oder Essen für solche touristischen Angebote, aber auch für diese Region zu begeistern."
Als Geschäftsführerin des Touristikverbandes Siegerland-Wittgenstein kündigte Roswitha Still bei dieser Gelegenheit ein Gespräch in Düsseldorf an, bei dem die Chancen gemeinsamer Werbemaßnahmen erörtert werden sollen.
Mit Blick auf die geplanten Verbesserungen rund um den "Lahnradwanderweg" hob Breuer die besondere Rolle der Gastronomie hervor: "Das Radwandern hat in unserem Tourismus-Konzept mit seiner Kernkompetenz "Wandern und Natur erleben" seinen festen Stellenwert. Allerdings müssen nach dem Vorbild des Rothaarsteigs hier auch die gastronomischen Betriebe entlang der Lahn mitziehen!"
Auch Fischbach sieht den Kunden im Blickpunkt des Interesses: "Wir müssen destinationsorientiert denken. Gemeindegrenzen sind für Touristen völlig unwichtig. Dagegen bieten die Flüsse wie etwa die Lahn hervorragende Identifikationsmöglichkeiten."
 
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