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Text von Montag, 26. April 2004

 
neuer Vize: Heldmaier tritt Voit-Nachfolge an
  Marburg * (FJH/pm)
"Strukturentscheidungen gemeinsam voranbringen" möchte Prof. Dr. Gerhard Heldmaier. Der Marburger Tierphysiologe ist am Montag (26. April) im 1. Wahlgang zum Vizepräsidenten der Philipps-Universität gewählt worden. Forschung und Nachwuchsförderung sind seine künftigen Schwerpunkte.
Als einziger Kandidat für das Amt vereinigte er 24 der 37 abgegebenen Stimmen auf sich. Es gab 8 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen. Alle 37 stimmberechtigten Mitglieder der Wahlversammlung hatten gültige Stimmzettel abgegeben.
Eines der beiden Vizepräsidentenämter der Universität war unbesetzt geblieben, weil der Rechtswissenschaftler Wolfgang Voit am 6. Mai 2003 nicht in seinem Amt bestätigt worden war. Das Präsidium ist nun wieder vollständig, nachdem Prof. Volker Nienhaus bereits im Februar zum Präsidenten der Philipps-Universität ernannt worden ist.
In seiner neuen Funktion wird Heldmaier in erster Linie für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität zuständig sein. In seiner Rede vor der Wahlversammlung trat er insbesondere für die Entwicklung von Forschungsschwerpunkten ein. Zudem sagte er zu, die Fachbereiche im wachsenden Konkurrenzkampf um Forschungsgelder bei der Einwerbung von Drittmitteln zu unterstützen. Seine langjährige Erfahrung in der Forschungsförderung werde er nutzen, "um gemeinsam mit den anderen Präsidiumsmitgliedern die anstehenden schwierigen Strukturentscheidungen voranzubringen."
Der 62-jährige Heldmaier promovierte 1968 an der Universität Tübingen. Im Jahr 1976 wurde er auf eine Professur für Zoologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt berufen. Seit 1982 ist er Professor für Tierphysiologie an der Philipps-Universität.
Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören der Energiehaushalt und die Thermoregulation von Tieren. Außerdem fungiert er als Herausgeber mehrerer biologischer und physiologischer Fachzeitschriften.
Bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) war Heldmaier sechs Jahre lang Mitglied des Senats, des Hauptausschusses und des Bewilligungsausschusses. Dort leitet er auch die Senatskommission für tierexperimentelle Forschung und ist Sprecher des Fachkollegiums für Zoologie.
 
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