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Text von Montag, 1. März 2004

 
Mörderisch: Menschenrechtlerin aus Mexiko in Marburg
  Marburg * (FJH/pm)
Zu einem Vortrag der mexikanischen Menschenrechtlerin Judith Galarza lädt der Marburger Weltladen für Mittwoch (3. März) in sein "Infozentrum Eine Welt" am Markt ein. Ab 20 Uhr berichtet die ehemalige Textilarbeiterin über ihre Arbeit in Mexiko und über die Menschenrechtssituation vor allem von frauen.
Galarza hat 15 Jahre lang in einer der zahlreichen Textilfabriken in einer mexikanischen Stadt an der US-Grenze gearbeitet. Sie wurde entlassen, als sie versuchte, die Arbeiterinnen zu organisieren. Zudem hat sie die älteste existierende Organisation von Familienangehörigen vor Ort gegründet, nachdem es seit 20 Jahren zu unzähligen Gewaltmorden an Frauen gekommen war.
Die Opfer sind fast ausschließlich Fabrikarbeiterinnen, die für einen Hungerlohn unter menschenunwürdigen Bedingungen in einer der zahlreichen "Maquiladoras" - darunter versteht man große Exportfabriken für den Weltmarkt - beschäftigt sind.


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