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Text von Sonntag, 21. November 2004

> k u l t u r<
 
 

 Debattierwettbewerb: Marburg als Landeshauptstadt 
 Marburg * (sts)
Marburg als Landeshauptstadt, Roland Koch als Ministerpräsident im Landgrafenschloss und Landtagspolitikerinnen, die über das Kopfsteinpflaster getragen werden. Ein absurdes Szenario? Zweifellos, vielleicht hatte daher die Opposition am Ende auch die Mehrheit auf ihrer Seite. Angesprochen wurde das Thema während des Masters Cup der Deutschen Debattiergesellschaft (DDG) am Sonntag (21. November) im Historischen Rathaussaal. In einem Debattierwettbewerb maßen sich dort die besten vier aus rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Während die Jury ihre Entscheidung fällte, durften Debattierfreudige aus dem zahlreich erschienenen Publikum die Frage nach der neuen Landeshauptstadt Marburg klären. Die vier Finalisten um den Masters Cup Christian Blum, Christoph Busch, Lars Schnieder und Ralf Wehnert hingegen wurden mit dem Thema einer Quote von deutscher Musik im Radio konfrontiert. Jeweils
zwei Redner bildeten ein Team, welches dann entweder den Pro- oder Contra-Standpunkt vertreten musste.
Abwechselnd hatte jeder Finalist zunächst sieben Minuten Redezeit, anschließend durften die ersten beiden Redner ihren Standpunkt noch einmal in dreieinhalb Minuten zusammenfassen. Besondere Herausforderung für alle vier war die äußerst kurze Vorbereitungszeit von lediglich 15 Minuten. Dies war der abwechslungsreichen und kurzweiligen Debatte dann jedoch kaum anzumerken. So sah es auch die hochkarätig besetzte Jury bestehend aus dem renommierten Frankfurter Strafverteidiger Prof. Dr. Rainer Hamm, der Marburger Sprechwissenschaftlerin Dr. Christa Heilmann, dem professionellen Redenschreiber Dr. Thilo von Trotha und der ZEIT-Redakteurin Sandra Wirth.
Als bestes Team wurde die Contra-Partei von Lars Schnieder und Christoph Busch gekürt, Letzterer erhielt zudem die Auszeichnung für den besten Redner des Tages. Neben einer sehr guten Aussprache und vielen gelungenen rhetorischen Elementen waren vor allem die klare inhaltliche Gliederung und deren konsequente Umsetzung entscheidend, begründete von Trotha die Jurywahl. Esprit, Schlagfertigkeit, eine schnelle Auffassungsgabe, intellektueller Scharfsinn, eine gute Allgemeinbildung und ein großes Repertoire an rhetorischen Fähigkeiten zeichneten aber alle Finalisten aus. Darin besteht auch das Ziel der DDG, nämlich die Debattierkultur in Deutschland durch den demokratischen Meinungsaustausch im gepflegten Streit zu fördern. Auch der Schirmherr der Veranstaltung Bürgermeister Egon Vaupel hätte sich den Masters Cup gut als Fortbildungskurs für Kommunalpolitiker vorstellen können. Die, aber auch alle anderen Redekünstler könnten einfach auch dem Marburger Debattierclub Hartshornes House (www.hartshorneshouse.de) beitreten. Treffen sind immer montags um 20 Uhr im Raum 110 des Hörsaalgebäudes.
 
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