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Text von Sonntag, 16. Mai 2004

> k u l t u r<
  
 Vamos: Zum "Spanischen Abend"! 
 Marburg * (vic)
Voller Vorfreude betrat ich am Samstag (15. Mai) die Gaststätte "Auflauf". Sie hatte einen "spanischen Abend" angekündigt. Auf die versprochene spanische Musik sowie spanische Speisen und Getränke war ich nun sehr gespannt.
Meine hohen Erwartungen beruhen auf meinem großen Interesse an der spanischen Sprache und Kultur. Ich hatte im letzten Jahr einen einmonatigen Sprachurlaub auf der Kanareninsel Teneriffa verbracht, um meine Spanischkentnisse auszubauen. Meine dort gesammelten Eindrücke wollte ich mit dem "spanischen Abend" vergleichen. Würden meine hohen Ansprüche dort erfüllt werden können?
Zunächst wurde im "Auflauf" die "spanische Karte" eröffnet, die mit spanischen Getränken und Speisen für das leibliche wohl der Besucher sorgen sollte. Zu trinken gab es drei spanische Rotweine, zwei Cocktails - Pina Colada und Lumumba - sowie selbstgemachte Sangria.
Ich entschied mich für Sangria. Unwillkürlich schweiften meine Gedanken zurück und ich träumte von Teneriffa: Von Palmen, Sonne und Meer! Ich dachte zurück an die freundlichen Menschen und ihre Sprache und Kultur sowie die immer fröhliche Mentalität. Auch an meine wunderbare Gastfamilie musste ich denken.
Derweil stiegen mir Küchengerüche in die Nase.
Zu Essen gab es für den "kleinen Hunger" als Vorspeisen die kleinen spanischen Gerichte, die "Tapas" genannt werden. Die dabei auch angebotenen gemischten Vorspeisenteller mit spanischen Spezialitäten wie Manchego-Käse und Serano-Schinken stellte Chefkoch Oliver Skopnick direkt am Tisch für die Gäste zusammen.
Die "Tapas" gehören in fast allen spanischen Kneipen zum Standartprogramm: Sie bieten neben den gemischten Vorspeisentellern auch Salate und verschiedene kleine Fischspezialitäten und bilden dort eine mögliche Alternative zu Mc. Donalds und anderem Fast-Food.
Auch meine Tischnachbarn ließen sich von Skopnick einen Vorspeisenteller zusammenstellen.
Derweil füllte sich die Gaststätte langsam. Hektische Betriebsamkeit setzte nun ein. Die Angestellten konnten den Getränke- und Speisewünschen der Gäste kaum noch nachkommen.

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