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Text von Freitag, 12. März 2004

 
Klesmer aus Kiel: Di Chuzpenics in der Waggonhalle
  Marburg * (FJH/pm)
Lieder über Liebe, Armut und so manchen Tunichtgut, Tänze voll schwelgender Wehmut und schelmischem Übermut: Klesmer-Musik lebt da, wo Menschen sind. Sie gedeiht im alten jüdischen Zentrum Krakau ebenso wie im Waschsalon nebenan.
Klesmer aus Kiel präsentiert die Gruppe "Di Chuzpenics" am Dienstag (16. März) ab 20 Uhr in der waggonhalle. Die norddeutschen Musiker spielen jiddische Musik in ihrer ganzen Bandbreite und Bodenständigkeit. "Di Chuzpenics´" Spezialität ist Vielfältiger Klesmer ohne Klarinette!
Seit August 2000 gibt es so viel Dreistigkeit - jiddisch "Chuzpe" - zum zweitenmal auf CD unter dem Titel "bejmelech". esser als auf Tonträger ist die Gruppe aber im Lieve-Konzert.
Man trifft sie munter musizierend, unbekümmert auf Parkett und unter Kronleuchtern oder - in eine Sofaecke gequetscht - zu später Stunde. Oboe, Akkordeon und Kontrabaß sind rasch ausgepackt und geben sich unverstärkt ein Stelldichein mit dem Gesang. In dieser Musik liegen Leid und Lebensfreude der jüdischen Menschen, wie sie in Jahrhunderten zusammengetragen und in Töne hineingebracht worden sind.
 
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