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Text von Sonntag, 10. Oktober 2004

> k u l t u r<
  
 Außerplanmäßig offen: Andrang beim Elisabethmarkt 
 Marburg * (fjh)
Durch den Steinweg schieben sich Menschenmassen wie auf dem Jahrmarkt. Vor den Straßencafés sitzen die Gäste in der Sonne. Auch am Sonntag (10. Oktober) sind in Marburg die Geschäfte geöffnet. Hunderte hat der Elisabehtmarkt an diesem Wochenende wieder in die Stadt gelockt.
Mit einem fulminanten Programm empfängt Marburg zu Beginn des Wintersemesters die Studienanfängerinnen und -anfänger. Zum traditionellen Elisabethmarkt sind in diesem Jahr weitere Attraktionen hinzugekommen: Erstmals wurde am Montag (8. Oktober) eine "Nacht der Kunst" veranstaltet. Teilweise bis Mitternacht waren Museen und Galerien geöffnet.
Ein kostenloser Pendelbus verkehrte im Halbstunden-Takt durch die Kernstadt. Nachdem aber nicht einmal die Busfahrer der Stadtwerke Marburg (SWM) über den Fahrplan informiert waren, kann es keinen verwundern, dass die Busse leer durch Marburg fuhren.
Umso voller waren die Stadtbusse dafür am Sonntagnachmittag. Reges Treiben herrschte in der Stadt. Auch viele Auswärtige nutzten die Gelegenheit, an einem Sonntag einzukaufen. Das sonnige - wenngleich auch kühle - Wetter tat ein Übriges: Noch einmal genossen viele die Möglichkeit, im Monen zu sitzen und Kaffee oder Tee, Bier oder Wein zu trinken und dazu ein Stück Kuchen oder eine warme Mahlzeit zu sich zu nehmen. Aber auch in den Restaurants waren kaum noch Plätze Mon.
Vor der Elisabethkirche ertönte ein live gesungener "Yesterday Man". Buden waren rund um das gothische Gotteshaus aufgebaut.
Die Ketzerbach diente ebenfalls als Festmeile. Auf zwei schmalen Spuren schlich der Autoverkehr durch die Straße zwischen der Elisabethkirche und dem Marbacher Weg.
Auch in den Geschäften der Oberstad oder an der Gutenbergstraße drängelten sich die Kauflustigen. Dabei mischten sich Familien aus dem Marburger Umland mit Studierenden. Auch neue Erstsemester kommen jetzt wieder in die Stadt.
Die nächsten Tage werden dann die Zeit der jungen Entdecker sein: Fragend tasten sich die "Erstis" an ihre neue Heimat heran. Schon wenige Monate später werden sie ihre ungebremste Offenheit und die Freundlichkeit anderer deutscher Landstriche mit dem missmutigen Hochmut der Marburger Akademiker vertauscht haben. Die verbreitete Aroganz und Nörgelei der alteingesessenen Studenten färbt allmählich auch auf sie ab. Aber jetzt erst einmal sind sie neu und neugierig. Freuen wir uns deshalb auf die wenigen Wochen, wo sie noch locker und freundlich sind!
 
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