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Text von Freitag, 26. März 2004

 
Im falschen Moment: Mit Fahne an der Polizei vorbei
  Marburg * (FJH/pm)
Die ausdrückliche Ermahnung der Polizei, kein Auto zu fahren, ignorierte ein 30-jähriger Deutscher osteuropäischer Herkunft am Donnerstag (25. März). Er setzte sich ans Steuer seines abgesetzt geparkten Wagens und fuhr los. Dabei hatte er allerdings das Pech, just in dem Augenblick vor der Polizeistation vorbeizufahren, als ein Funkwagen das Gelände verließ.
Eine Überprüfung mit dem Alcotestgerät ergab 2,08 Promille. Zudem gab der seit über zwei Jahren in Marburg wohnhafte Mann an, nur im Besitz einer russischen Fahrerlaubnis zu sein, die er allerdings auch nicht vorweisen konnte.
Gegen 18.55 Uhr erschien der Mann zu Fuß bei der Polizei, um einen ihm wohl persönlich bekannten Beamten zu treffen. Sein Gesprächspartner erklärte dem Besucher, dass der Gesuchte nicht im Dienst sei. Dabei stellte er auch deutlichen Alkoholgeruch fest.
Obwohl der Besucher auf Befragen angab, kein Fahrzeug dabei zu haben, erfolgte die eindringliche Ermahnung, in seinem offenbar alkoholisierten Zustand kein Fahrzeug zu nutzen.
Nur wenige Minuten, nach dem der Mann die Dienststelle verlassen hatte, nahm eine Streifenwagenbesatzung ihren Dienst auf. Die Streife fuhr in dem Augenblick vom Hof, als ein Auto mit eben diesem Mann am Steuer die Einfahrt passierte. Die Beamten reagierten sofort. Sie gaben Anhaltezeichen, die der Fahrer allerdings missachtete oder nicht wahrnahm. Er fuhr schließlich , zum Teil mit quietschenden Reifen, ruckhaft und in Schlangenlinien, bis er letztlich hinter der Kreuzung Beltershäuser Straße zur Cappeler Straße anhielt.
Bei der weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass der Mann keine deutsche Fahrerlaubnis besitzt , obwohl er sich seit mindestens zwei Jahren dauerhaft in Deutschland aufhält. Er wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen, die unter anderem eine Blutprobe und die Sicherstellung des Fahrzeugschlüssels beinhalteten, entlassen.
 
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