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Text von Freitag, 8. Oktober 2004

> s o n s t i g e s<
  
 Drei verletzte: Mutmaßliche Brandstifterin verhaftet 
 Marburg * (fjh/pm)
Beim Brand einer Wohnung in Marburg wurden in der Nacht zum Freitag (8. Oktober) drei Personen leicht verletzt. Außerdem entstand ein Sachschaden von rund 25.000 Euro.
Gegen Mitternacht war in einer Wohnung im ersten Stock eines Mietshauses mit sieben Mietparteien ein Brand ausgebrochen, den die Feuerwehr Marburg schnell löschen konnte.
Zwei im 2. Obergeschoss wohnende Mieter - eine 39-jährige Frau und ein 39-jähriger Mann - wurden durch die Rauchentwicklung ebenso leicht verletzt wie ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten. Alle drei wurden ambulant behandelt.
Die Brandursache ist noch unklar. Ersten Ermittlungen zufolge könnte es sich um Brandstiftung handeln. In diesem Zusammenhang nahm die Polizei eine 28-jährige Frau aus Marburg vorläufig fest
Die ersten Ermittlungen der Spezialisten der Kriminalpolizei Marburg am Freitag (8. Oktober) haben aber keine eindeutigen Aufschlüsse zur Brandursache ergeben. Die noch in der Nacht festgenommene 28- jährige Frau befindet sich wieder auf freiem Fuß.
Der Brand brach im Wohnzimmer aus. Das Feuer zerstörte den Raum völlig. Wegen der Notwendigkeit umfangreicher Sanierungsarbeiten dürfte der Sachschaden deutlich höher liegen als die zunächst angenommenen 25.000 Euro .
Nach bisherigen Erkenntnissen ging dem gegen Mitternacht gemeldeten Feuer wohl ein längerer lautstarker Streit zwischen dem dort wohnenden 42-jährigen Marokkaner und seiner Ex-Frau voraus. Nach den Ermittlungen verließ zuerst der Mann die Wohnung und fuhr mit seinem Auto davon, bevor danach auch die Frau ging. Als der 42-jährige nur wenig später zurückkehrte, stand das Wohnzimmer in Flammen.
Das Wohnzimmer brannte komplett aus. Die Hitze löste in weiten Teilen den Putz von Wand und Decke, so dass umfangreiche Sanierungsarbeiten notwendig werden.
Den beiden - 39-jährigen durch die Rauchentwicklung leicht verletzten - Bewohnern der Wohnung unmittelbar über dem Brandort geht es inzwischen wieder gut. Sie unterzogen sich einer ambulanten Behandlung im Krankenhaus. Über den bei den Löscharbeiten verletzten Feuerwehrmann liegen der Polizei keine Erkenntnisse vor.
Bei der Besichtigung des Brandortes am Vormittag fanden die Spezialisten einen völlig niedergebrannten, zerstörten Raum vor. Neue Erkenntnisse zur möglichen Brandursache ergaben sich daraus aber ebensowenig wie aus den bisherigen Vernehmungen.
Die 28-jährige und ihr Ex-Mann hüllen sich gegenüber der Polizei in Schweigen. Die in der Nacht entstandenen ersten Verdachtsmomente gegen die zunächst festgenommene deutsche Ehefrau ließen sich durch die bisherigen Ermittlungen weder ausräumen, noch bestätigen. Da keine ausreichenden Haftgründe vorlagen, wurde sie im Laufe des Vormittags nach den notwendigen polizeilichen Maßnahmen entlassen.
 
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