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Text von Montag, 11. Oktober 2004

> s o n s t i g e s<
  
 Muffins mit Folgen: Party endete im Rettungswagen 
 Marburg * (fjh/pm)
Merkwürdige Muffins veranlassten Polizei und Feuerwehr in der Nacht zum Samstag (9. Oktober) zu einem ungewöhnlichen Einsatz. Die Rettungskräfte kümmerten sich um mehrere Personen, die sich im Anschluss an eine Party auf dem Steinweg niederlegten und abwarteten. Hierbei handelte es sich offen kundig um die gesundheitlich mehr als bedenklichen, wohl aber unbeabsichtigten Folgen des Genusses von Spezial-Muffins. Nach Angaben der Betroffenen waren darin wohl Betäubungsmittel eingebacken.
Gegen Mitternacht teilte die Leitstelle der Feuerwehr der Polizei mit, dass wohl mehrere Personen auf dem Steinweg lägen. Die Beamten trafen eine Gruppe von insgesamt 15 jungen Männern und Frauen im Alter zwischen 18 und 22 Jahren an. Zum Teil standen sie noch auf der Straße, zum Teil lagen sie bereits in den Rettungswagen.
Nach den ersten Ermittlungen feierte man in einer Wohnung im Steinweg eine Party. Die Gäste entschlossen sich gemeinschaftlich, in der Küche zwölf Muffins mit der Zugabe von - in keinem Rezeptbuch enthaltenen - verbotenen Zutaten zu backen. Mindestens sechs Partygäste verzehrten im Laufe des Abends zehn der zwölf Muffins. Vier der Gäste landeten dadurch im Krankenhaus.
Das ursprünglich beabsichtigte Ziel, die Party zu einem vollen Erfolg werden zu lassen, schlug ins volle Gegenteil um, zumal die Polizei nach diesem missglückten Versuch wegen unerlaubten Besitzes und Konsums von Betäubungsmitteln ermittelt. Die Polizei versucht in diesem Zusammenhang auch, das wundersame Auftauchen eines Tütchens mit etwa eineinhalb Gramm Marihuana aufzuklären. Es hatte auf dem Küchentisch gelegen. Natürlich gehörte es niemandem. Die Angaben zur Herkunft des Betäubungsmittels, das sich plötzlich als Zutat in der Küche befand und gemeinschaftlich eingebacken wurde, steht ebenso nicht fest.
 
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