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Text von Sonntag, 21. März 2004

 
Frühlingsfest: Typischer April Mitte März
  Marburg * (FJH/pm)
Der Duft von Bratwürsten steigt in die Nase. Eine größere Menschentraube wartet an der Ampel auf grünes Licht. Dann hasten alle über die Universitätsstraße hinüber. Drüben kommt es zum Stau. Der Gehweg ist zugestellt. Ein Würstchenstand lockt nicht nur die Kinder an.
"Frühlingsfest" hat der Markt- und Aktionskreis Marburg (MAK) seine Aktion genannt. Geöffnete Geschäfte zogen die Menschen am Sonntag (21. März) nach Marburg. Doch frühlingshaft war das Wetter nicht gerade: Zwar schien zwischendurch auch mal einige Minuten die Sonne, doch dann wieder kamen regelrechte Regengüsse vom Himmel herab. Selbst Hagelkörner prassellten mit Macht gegen Scheiben und Schirme.
Wäre es nicht ein Sonntag Mitte März, hätte man meinen mögen, es wäre April. Denn Petrus servierte den agilen Marburger Geschäftsleuten ein sprichwörtliches April-Wetter!
Doch davon ließen sich die Kunden kaum beeindrucken. Wenn wieder mal ein Guss herniederging, dann flüchteten sie vor den Fluten von oben unter das Dach eines Warenhauses, ins Schlossberg-Center oder in ein kleines Geschäft.
Trotz des wechselhaften Wetters war Marburg voll von Menschen. Dabei döst die Sttadt doch sonst an Sonntagen vor sich hin, als wäre sie die Kulisse für das Grimmsche Märchen "Dornröschen". Aber der Mammon macht´s möglich: Aus der behäbigen Sonntagsruhe wird hektisches Treiben und aus der menschenleeren Gutenbergstraße eine bevölkerte Geschäftsstraße. Da kann der ruhebedürftige Marburger nur froh sein, dass verkaufsoffene Sonntage nur zwei- oder dreimal im Jahr stattfinden. Und vielleicht hat der Bruch der Sonntagsruhe auch Petrus so irritiert, dass er das seltsame Wetter aus seinem Computerprogramm für April schon im März gestartet hat.
 
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