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Text von Dienstag, 16. März 2004

 
Ganz wie zuhause: Kaffee kochen, Wäsche waschen
  Marburg * (FJH/pm)
Offenbar wie zuhause fühlte sich ein Einbrecher in einem Bürogebäude in der Karl- von- Fritsch-Straße. In der Nacht zum Dienstag (16. März) wusch der Unbekannte dort seine HOse, kochte sich einen Kaffee und stellte sich ein Paar Schuhe zurecht. Später verließ er in aller Seelenruhe ohne Beute und auch ohne die gewaschene Hose das Haus.
Zwischen 19 und 6.30 Uhr benutzte der Eindringling allerdings statt eines Schlüssels einen Stein, um in das dreigeschossige Bürogebäude der Außenstelle eines Hessischen Amtes hineinzukommen. Das stellten Mitarbeiter am nächsten Morgen wegen der eingeschlagenen Scheibe eines Fensters in einem Büro im ersten Obergeschoss fest.
Der Einbrecher erkletterte problemlos einen Balkon und verschaffte sich von dort aus Zutritt. Im Haus, zu dem er vom "Einstiegsbüro" aus nun freien Zugang hatte, benahm er sich wie zuhause. Aus der Teeküche holte er für den büroeigenen Wasserkocher Wasser, aus der Kaffeedose auf der Fensterbank den Kaffee. In einem anderen Büro öffnete er die Schränke. Im zweiten Obergeschoss stellte er sich im Flur ein paar gefundene Arbeitsschuhe bereit. Die wollte er vor dem Verlassen des Gebäudes wohl noch zusammen mit der in einem Waschbecken frisch gewaschenen Hose mitnehmen. Sie hing zum Trocknen neben den Schuhen auf einem Stuhl.
Als die ersten Mitarbeiter um 6.30 Uhr zur Arbeit erschienen, verließ der Mann das Gebäude. Er begegnete den Männern. Als sie ihn fragten, was er dort mache, verwies er auf die offene Tür und verschwand.
Der etwa 1,70 Meter große Mann war ungefähr 35 bis 40 Jahre alt und sprach mit leichtem Akzent. Er war von südländischem Aussehen, trug dunkle gelockte Haare, eine helle Jacke und eine Jeanshose. Er führte einen Rucksack und eine Tasche mit sich. Der Unbekannte tträgt Hosen der Größe 48 und kommt in Schuhe der Größe 42 hinein.
 
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