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Text von Samstag, 7. Dezember 2002


Ecuador: "Banafair" statt "Chiquita"

Marburg * (FJH/pm)
Um bessere Preise für ihre Bananen zu erzielen, haben sich die Familienbetriebe an der Südküste Ecuadors in kleinen Genossenschaften zusammengeschlossen. Die Chancen von Kleinstproduzenten bei der Produktion und Vermarktung von ökologisch fair angebauten Bananen aus Ecuador sind das Thema eines Vortragsabends mit Dierk von Drigalski am Mittwoch (11. Dezember) im Weltladen.
Das ehemalige Land der United Fruit Company- bekannt durch die Marke "Chiquita" - hatten diese landlosen Bauern in den 50 er Jahren besetzt. Sie gründeten die Vereinigung der Bauernorganisationen der Küstenregion ( UROCAL ). Auch Frauengruppen, kommunale Organisationen sowie eine Spar- und Kreditgenossenschaft gehören der UROCAL an.
Bei der Produktion von fairgehandelten, biologisch angebauten Bananen tauchen zahlreiche Schwierigkeiten auf. Sowohl Anbau als auch Transportsind komplizierter und verlustreicher als bei konventionell, unter Verwendung von Pestiziden angebauten Bananen.
Der Verein für fairen Bananenhandel "Banafair" zahlt den Bauern und Bäuerinnen das Doppelte des Normalpreises für die ökologischen Bananen und vermarktet sie in Deutschland hauptsächlich über Weltläden. Der Marburger Dierk von Drigalski, der von 1960bis 1995 als Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der Bayer AG in zahlreichen Ländern tätig war, berät seit 1997 UROCAL und Banafair. Er wird am Mittwochabend über seine Erfahrungen in Ecuador berichten.


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