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Text von Montag, 22. July 2002


Arbeitsurlaub: Internationales Workcamp in Marburg

Marburg * (sts)
"Umweltschutz muss wieder aus dem gesellschaftlichen Hintergrunddasein rücken. Dafür kann ein solches Workcamp einen Beitrag leisten." Mit diesen Worten machte Jugendezernent Dr. Franz Kahle am Montag (22.Juli) im Rathaussaal deutlich, worum es bei dem internationalen Workcamp geht. Erstmals veranstalten die Stadt Marburg und der Landkreis Marburg-Biedenkopf eine Begegnung ausländischer Freiwilliger. Insgesamt vierzehn Jugendliche aus acht Nationen im Alter von 16 bis 20 Jahren nehmen in den nächsten drei Wochen an verschiedensten Projekten im Bereich Natur- und Artenschutz teil.
Vertreten sind Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Spanien, Estland, Russland, USA, Japan, Armenien, Bulgarien und Deutschland. Leider konnten einige angekündigte Gäste aus Nordafrika nicht kommen, da es Probleme bei ihrer Ausreise gab. Auf dem Programm des Workcamps stehen unter anderem die Pflege von Streuobstwiesen im "Heiligen Grund", die Herstellung von Fledermausquatieren und die Entbuschung des Naturdenkmals "Steinbornskopf". Drei Wochen lang arbeiten die weitgereisten Umweltschützer fünf Stunden täglich.
Kahle wies auf die Tradition internationaler Beziehungen der Stadt und insbesondere der Universität Marburg hin. Diese hat mit den höchsten Anteil an ausländischen Studierenden in Deutschland. "Die Idee ein Workcamp zu machen ist von dem Gedanken der internationalen Partnerschaft geprägt. Schließlich tragen die Jugendlichen in zwanzig Jahren die Verantwortung in führenden Positionen. Gerade daher ist es wichtig bereits in der Jugendzeit praktische Erfahrungen in internationaler Zusammenarbeit zu sammeln," so Kahle weiter.
Außerdem erwähnte er die Bedeutung des Ressourcenschutzes: "Wenn man sich selbst die Lebensgrundlagen zunichte macht, dann ist überhaupt keine Zukunft möglich."
Er wünschte allen Teilnehmern und Campleitern viel Spass und einen erfolgreichen Verlauf des Projekts.
Der Aufenthalt in Deutschland hat für die Jugendlichen bereits gestern abend mit einem "Highlight" begonnen. Die Begrüßungsfete muss wohl sehr ausgelassen gewesen sein, einigen steckte die durchfeierte Nacht jedenfalls noch sichtbar in den Knochen.


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