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Text von Donnerstag, 21. März 2002


Rasterfahndung: Original und Fälschung

Marburg * (FJH/pm)
Mit einem gefälschten Schreiben haben Unbekannte gegen die Rasterfahndung protestiert. In mehreren hundert Hausbriefkästen in der erweiterten Kernstadt, in Cappel, Ockershausen und am Ortenberg landeten in der Nacht zum Donnerstag (21. März) gefälschte Schreiben des Magistrats der Universitätsstadt Marburg. Darin werden die Bürger aufgefordert, sich unter Vorlage von Personaldokumenten und Kontoauszügen bis zu einem bestimmten Termin beim Ordnungsamt Marburg zu melden, um auszuschließen, dass sie in der Rasterfahndung erfasst werden.
Die Stadtverwaltung Marburg und die Polizei empfehlen, diese Schreiben in den Müll zu werfen. Die Polizei hat einige Exemplare sichergestellt und Ermittlungen wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Pressegesetz, wegen Verdachts der Amtsanmaßung und der Urkundenfälschung eingeleitet. Sie bittet um Hinweise auf Personen, die beim Verteilen der Briefe gesehen wurden. Ebenso interessieren sie Informationen über Fahrzeuge, die in diesem Zusammenhang beobachtet wurden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 06421-4060 entgegen.
Eine ernsthafte Aktion zur Rasterfahndung plant dagegen die Humanistische Union (HU). Eine Veranstaltung mit dem Marburger Rechtsanwalt Dr. Peter Hauck-Scholz soll am Dienstag (7. Mai) über die Rechtslage und den Schutz der persönlichen Daten aufklären.


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