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Text von Sonntag, 20. Januar 2002


Tropisch: Dahin, wo der Pfeffer wächst

Marburg * (FJH)
Wie tranken die Azteken ihren Kakao und warum mochten ihn damals die Europäer nicht? Wo wird der Kaffe angebaut und warum ist der faire Handel so wichtig? Das Interesse an tropischen Nutzpflanzen hat am Sonntagmorgen (20. Januar) gut 50 Menschen in den Neuen Botanischen Garten auf den Lahnbergen gelockt.
Dort hat der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) mit seinem Familienspaziergang "Tropische Nutzpflanzen" über Ökologie, Geschichte, Handel und Verarbeitung der tropischen Früchte aufgeklärt.
Kakao, Bananen und Kaffee sind für die meisten alltägliche Lebensmittel. Kaum jemand kennt aber die Pflanzen, die diesen Genuss bescheren. Die Führung zeigte den Kakaobaum im Gewächshaus und präsentierte seine Früchte und Samen. Erst die gerösteten Samenkörner - die Kakaobohnen - erzeugen ebenso wie beim Kaffee das unverwechselbare Aroma.
Dort, wo der Pfeffer wächst, leben auf den Lahnbergen in engster Nachbarschaft auch andere tropische Nutzpflanzen wie Papaya, Vanille und Zuckerrrohr. Auch auf diese süßen Früchte ging die Exkursion in Marburgs Tropen ein. Für die beiden Gruppen, auf die sich die Interessierten auftgeteilt haben, wurde es im Gewächshaus eng. So dauerte die Präsentation statt der angekündigten zwei Stunden fast drei. Dennoch gingen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zufrieden nach Hause, wo sie sich bei einem Kaffe oder Kakao aufgewärmt haben mögen. Den Nachschub werden sie nun sicherlich über "Transfair" erwerben. So heißt das Markenzeichen für fairen Handel ohne rücksichtslosen Raubbau an Mensch und Natur.


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