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Text von Mittwoch, 6. November 2002


"Maddin": Erotik und Männlichkeit vereint

Marburg * (sts)
"Schlagersänger zu sein, war ein Kindheitstraum von mir, nachdem ich nicht mehr Kapitän werden wollte, weil der Erlebach ohnehin nicht schiffbar ist", erklärte der gebürtige Burgholzhausener Martin Schneider. Im restlos ausverkauften Kulturladen KFZ präsentierte der erotischste Hesse seit Heinz Schenk am Dienstag (5. November) sein neues Programm. Unterstützt wurde er hierbei von der vom Arbeitsamt Marburg vermittelten Tanzband "The Bembel Boys".
"Eeeroootik" stand im Mittelpunkt der Geschichten und Lieder des "Comedian-Großmaul". Dabei gab "Maddin" auch einen Einblick in seine Karriereanfänge als Supermarkt-Discjockey, der mit seiner erotischen Stimme die Frauen zum Leberwurstkauf animierte. Außerdem erzählte er von seinem Kreta-Urlaub und wie er die Frauen am Strand mit seinen Sangeskünsten dahinschmelzen ließ. Kostproben dieser Kunst lieferte er zahlreich: Von "In meiner Badewanne bin ich Kapitän"!, im original Seefahreroutfit mit Schwimmente und flügel, bis zu erotischen Meisterkompositionen wie "Oh Donna Clara".
"Maddin" verwies auch mehrmals auf die "schweinige" Wirkung Roger Whitakers, so zum Beispiel in Momenten trauter Zweisamkeit auf der Ledercouch, beim Vernaschen essbarer BHs. Doch "Maddin" wäre nicht "Maddin", würde er in solchen Situationen die Kontenance verlieren.
Schließlich überstrahlt seine männliche Ausstrahlung alles. So auch, wenn die Krankenschwester Sabine versehentlich Kondome - in Burgholzhausen auch Regenmäntel ohne Arme genannt - statt Zigaretten aus dem Automaten zieht. "Maddin" kann eben alles zum Glühen bringen.
Als Höhepunkt und Abschluss des Abends legte Schneider einen gekonnten Striptease hin, um seinen neuen, äußerst scharfen, Frotteeschlafanzug zum Vorschein zu bringen. Den hatte er - aufmerksame "7 Tage-7 Köpfe"-Zuschauer wussten
es bereits - gekauft, falls ein Bus in sein Schlafzimmer fahren würde und die Bild-Zeitung ihn dann fotografieren wollte.
Mit "Goodbye und auf Wiedersehen" verabschiedete sich der "Hessen-Barde" dann von seinen Fans und ging die paar Minuten zu Fuß nach Hause. Es sei denn, es sind doch einige weibliche Fans der Einladung in seine Garderobe gefolgt. Seine prickelnde Erotik war jedenfalls den ganzen Abend gegenwärtig.


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