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Text von Donnerstag, 17. Oktober 2002


Lilli Jahn : Briefe aus Auschwitz

Marburg * (FJH/pm)
1944 wurde sie in Auschwitz ermordet. Bis zu ihrem Tod hat Lilli Jahn den Kontakt zu ihren fünf Kindern durch Brief aufrechterhalten. Unter dem Titel "Mein verwundetes Herz - Das üs
Leben der Lilli Jahn 1900 - 1944" hat ihr Enkel Martin Doerry die Aufzeichnungen seiner Großmutter rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse 2002 bei der Deutschen Verlagsanstalt (DVA) als Buch herausgebracht.
Auf Einladung des Kulturamts der Stadt Marburg wird der stellvertretende Spiegel-Chefredakteur am Mittwoch (13. November) im Theater am Schwanhof (TaSch 1) aus den Erinnerungen seiner Großmutter lesen. Unterstützen werden ihn dabei zwei Schauspielerinnen des Hessischen Landestheaters, das neben der Buchhandlung Elwert als Mitveranstaltert der Lesung auftritt.
Lilli Jahn stammte aus einer großbürgerlichen jüdischen Familie in Köln. Die junge Ärztin heiratete einen protestantischen Kollegen. 1942 ließ r sich von der Jüdin scheiden.
Eines der fünf Kinder Lilli Jahns wurde in der sozial-liberalen Koalition Bundesjustizminister. Der Marburger Ehrenbürger Gerhard Jahn hütete den Briefwechsel seiner Mutter mit der Familie bis zu seinem Tod. Danach erbte Gerhard Jahns Neffe Martin Doerry die Dokumente. Mit dem Tagebuchband und der Lesung in Marburg möchte Doerry die Erinnerung an seine Großmutter wachalten.


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