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Text von Donnerstag, 5. Dezember 2002


AquaMar: Baden gehen in Marburg

Marburg * (KAR)
Endlich ist es soweit. Ab Montag (9. Dezember) können die Marburger Schwimm- und Freizeitspass endlich wieder am Trojedamm geniessen. Die feierliche Eröffnung des AquaMar findet bereits am Freitag (6. Dezember) statt.
Allen Technikinteressierten bietet sich am Samstag (7. Dezember) von 10 bis 13 Uhr die einmalige Gelegenheit, die technischen Anlagen des neuen Bades zu besichtigen. Ab 14 Uhr dürfen Groß und Klein dann endlich in die Fluten springen. Höhepunkt der Festlichkeiten ist die große hr3-Disco-Badeparty mit Matthias Münch am Samstag ab 20 Uhr.
Der Sonntag (8. Dezember) ist ganz der Familie gewidmet. Ab 11 Uhr würzen die Riverboat Ramblers das Badevergnügen mit Jazz- und Dixylandklängen. Das Kulturamt der Stadt Marburg veranstaltet ab 13 Uhr einen Kostümwettbewerb für Kinder. Im Anschluß daran findet ab 14.30 Uhr eine Große Bade-Party für Kinder mit der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) statt. Rutschfans können ab 15 Uhr bei den 1. Offenen Stadtmeisterschaften im Geschwindigkeitsrutschen die 63-Meter-Rutschbahn testen.
Nach 10 Jahren Vorbereitungszeit freut sich Bürgermeister Egon Vaupel, den Marburgern endlich das neue Sport- und Freizeitbad übergeben zu können. "Es soll in die Geschichte der Marburger Bäder eingereiht werden", erläutert Vaupel und verweist auf das neue Buch "Baden in Marburg". Rechtzeitig zur Eröffnung liegt der 74. Band der Marburger Stadtschriften zur Geschichte und Kultur vor. In dem knapp 300 Seiten starken Büchlein informieren die verwaltungserprobten Autoren Elmar Brohl, Gabriele Clement, Ulrich Hussong, Jürgen Kraft und Jürgen Rausch über die Entwicklung der Marburger Badeszene.
Angefangen hatte alles 1891 mit der in der Lahn schwimmenden Badeanstalt an der Wolfstrasse. Der nächste Meilenstein war 1930 die Eröffnung des Louisabades. Der Bau des Hallenbades am Rudolphsplatz wurde zu einem Drittel durch Spenden des damaligen Hoechst-Vorstandsvorsitzenden Adolf Häuser ermöglicht. Im Gegenzug erhielt das Bad den Namen seiner Frau Louisa.
14 Millionen Besucher schätzten das Louisabad und machten es damit zum beliebtesten Bad Marburgs. 1992 musste das Bad wegen nicht reparierbarer Schäden an der Betondecke geschlossen werden. Nach heftigen Debatten wurde es 1997 abgerissen. Das AquaMar soll nun die erfolgreiche Tradition des Louisabades fortführen.
Im Foyer des neuen Bades ist deshalb neben einer Fotoausstellung über die Geschichte des Badens in Marburg auch das Relief "Sandreiter" von Heinrich Jobst ausgestellt, das einst den Eingang des Louisabades geschmückt hat.
Geschichtsbewußtsein wird im AquaMar mit Hightech verbunden. Der Einsatz neuester Technik soll den Energie- und Wasserverbrauch der Badelandschaft auf ein Minimum reduzieren. Dennoch müssen die Besucher auf nichts verzichten. Das 260mý große Freizeitbecken
enthält einen Whirlpool und ein mit lustigen Tierfiguren ausgestattetes Planschbecken. Das Sportbecken bietet sechs 25 Meter lange Bahnen. Im Saunabereich stehen Schwitzkabinen, ein Dampfbad, zwei Solarien und eine Ruhezone zur Verfügung.
Angesichts solcher Attraktionen zeigt sich Vaupel zuversichtlich: "Wir rechnen mit einer großen Besucherzahl."


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