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Text von Dienstag, 24. Dezember 2002


Kämpferisch: Frau schlug 2 Räuber in die Flucht

Marburg * (FJH/pm)
Erfolgreiche Gegenwehr gegen gleich zwei Räuber leistete eine 55-jährige Frau am Montag (23. Dezember). Gegen 20 Uhr versuchten die beiden Männer, ihr die Handtasche zu entreißen.
Die Marburgerin war an der Haltestelle "Erfurter Strasse" aus einem Linienbus ausgestiegen und begab sich auf den Heimweg zur Sudetenstrasse. Nach kurzem Fußmarsch erklomm sie die mehrstufige Treppe zur Eingangstür ihre Wohnhauses. Plötzlich ergriffen zwei von hinten kommende Männer ihre schwarze Handtasche und rissen daran. Die Dame zeigte sich allerdings kämpferisch und hielt ihre Handtasche bis zuletzt fest.
In dem Gerangel zerrten die Räuber ihr Opfer zu Boden und stürzten die Frau so die Eingangsstufen hinab. Dies führte zu schmerzhaften Verletzungen an der linken Hand und an der gesamten linksseitigen Körperhälfte. Ein Transport in die Uni- Klinik war jedoch nicht erforderlich.
Offensichtlich beeindruckt durch die Gegenwehr und die lauten Hilferufe der Frau, flüchteten die Männer ohne Beute. Die sofort eingeleitete Fahndung verlief erfolglos.
Wegen der Dunkelheit am Tatort konnte die Frau keine detaillierte Personenbeschreibung der beiden Räuber abgeben. Während der ganzen Zeit sprachen sie kein Wort. Es soll sich um zwei Männer jugendlichen Alters handeln. Einer habe einen hellen Pullover und eine blaue Jacke getragen.
Mehr Hinweise erhofft sich die Polizei von zwei ausländischen Männern , die der Überfallenen nach deren Hilferufen auf die Beine geholfen haben. Sie seien sehr freundlich gewesen. Möglicherweise können sie weitere Angaben zu den Tätern machen. Deshalb werden sie gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Marburg unter der Telefonnummer 06421/406-0 in Verbindung zu setzen.

[25] marburgnews von Mittwoch, 25. Dezember 2002


Süßer die Glocken nie klingen: Musik im Neuen Jahr

Marburg * (FJH)
Ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art beschert die Sängerin Inga Rumpf den Marburgerinnen und Marburgern. In der altehrwürdigen Elisabethkirche intoniert die immer noch junge Hamburgerin mit Band und Chor am Samstag (18. Januar) um 20 Uhr Gospel-mUsik.
Ebenfalls Gospels präsentieren nur zehn Tage vorher die Golden Gospel Singers. Sie treten am Mittwoch (8. Januar) in der - leider etwas weniger stimmungsvollen - Stadthalle auf.
Am selben Ort fürt das Sankt Petersburger Staatsballett am Samstag (17. Januar) Peter Tschaikowskys "Schwanensee" auf. Das ist klassisches Ballett allererster Güte!
Russland kommt Mitte Januar auch in Gestalt des Moskauer Klarinettisten Sergej Starostin nach Marburg. Am Donnerstag (16. Januar) spielt er in der Waggonhalle russische volksmusik; an den beiden darauffolgenden Tagen referiert er an gleicher Stelle über "Das unbekannte Russland", seine volkstümliche Kultur und MUsik.
Weniger volksnah war und ist Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Die Zauberflöte". Das Freimaurer-Werk wird am Sonntag (12. Januar ) um 20 Uhr im Erwin-Piscator-Haus (EPH) aufgeführt.
Beinahe schon selbst ein Klassiker in Marburgs Musikprogramm ist das Neujahrskonzert des Studenten-Symphonieorchesters Marburg. Die jungen Virtuosen beginnen ihre musikalische Hommage an den Jahreswechsel am Mittwoch (1. Januar) akademisch um 18.15 Uhr in der STadthalle. Zehn Tage später tritt dort auch das JugendSinfonieOrchester des Landes Hessen auf.
Aber damit hat der erste Monat des Neuen Jahres noch lange nicht genug von klassischer Musik. Gleich drei klassische Konzerte stehen bis Mitte Februar auf dem Programm des Marburger Konzertvereins: Am Donnerstag (16. Januar) gastiert das Südwestdeutsche Kammerorchester mit Stefan Schilli an der Oboe in der Marburger Stadthalle. Die Musiker spielen Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johann Sebastian Bach, Maurice Moszkowski. Am Freitag (24. Januar) folgt das Beaux Arts Trio mit Daniel Hoppe an der Violine, Antonio Meneses am Violoncello und Menahem Pressler am Klavier. Sie spielen Werke von Joseph Haydn, Dimitrij Schostakowitsch und Johannes Brahms. Den Reigen beendet am Dienstag (11. Februar) das Linos Ensemble mit Klaus Becker an der Oboe, Konstanze Eickhorst am Klavier, Claudia Strenkert am Horn, Winfried Rademacher an der Violine, Matthias Buchholz an der Viola, Mario Blaumer am Violoncello und Jörg Linowitzki am Kontrabass. Sie spielen - ebenfalls in der Stadthalle - Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms und Alexander Ernst Fesca.
Bei alledem sollte doch fast für jeden Musikfreund etwas dabei sein. Klassik- und Gospel-Fans mag dieses Neujahrsprogramm jedenfalls süßer in den Ohren klingen als so manche Weihnachtsglocke.


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