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Text von Freitag, 8. März 2002


Gedroht: Sprung aus dem 7. Stock

Marburg * (FJH/pm)
Eine dramatische Situation erlebten Polizeibeamte in der Nacht zum Freitag (8. März) auf dem Richtsberg. Gegen 1.25 Uhr rief eine Anwohnerin die Polizei, weil sie Schreie im Treppenhaus und Schläge an die Wohnungstüre nebenan gehört hatte. Als die Polizei eintraf, drohte ein unbekleideter Mann, von einem Balkon im 7. Stock eines Hauses zu springen. Der 26-jährige hatte zuvor versucht, seine 27-jährige, getrennt von ihm lebende, Ehefrau sexuell zu nötigen. Offenbar hatte er bemerkt, dass die Polizei anrückte. Er drohte, vom Balkon im 7. Stock zu springen, wenn die Polizei nicht abziehe. Außerdem drohte er, sich mit einem großen Messer die Pulsadern aufzuschneiden.
Daraufhin zogen sich die Polizeibeamten zurück. Sie forderten Unterstützung der Feuerwehr mit einem Sprungtuch sowie des Kriseninterventionsdienstes an.
Die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehr, weiterer Polizeibeamter und des Kriseninterventionsdienstes hat der 27-jährige Mann offenbar genutzt, um sich anzukleiden und unbemerkt an Eisengittern vom Balkon auf den Boden hinabzuklettern. Die Ehefrau war seit Beginn des Polizeieinsatzes in einer Nachbarwohnung.
Gegen den 26-jährigen Mann aus Frankenberg nahm die Polizei Ermittlungen wegen Verdachts der sexuellen Nötigung auf. Am Freitag Vormittag erschien er nach Aufforderung bei der Kripo Marburg. Die Ermittlungen und Vernehmungen dauern an.


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