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Text von Donnerstag, 14. Februar 2002


Diebstahl: Kein Ende in Sicht

Marburg * (fcs)
Für das Amtsgericht Marburg ist Artur S. ein alter Bekannter. Nach neun Diebstählen in anderthalb Jahren saß der Aserbeidschaner nun wegen des gleichen Vergehens wieder auf der Anklagebank. Am Donnerstag (14. Februar) fand sein Verfahren unter dem vorsitzenden Richter Taszis im Amtsgericht Marburg statt.
Im Oktober 2001 soll Artur S. mit zwei weiteren Personen in einem Laden in der Oberstadt zwei Jeanshosen im Wert von 280 DM gestohlen haben. Er selbst stritt alles ab. Der Verkäufer Frank L. hatte ihn allerdings anhand von Lichtbildvorlagen bei der Polizei und einer weiteren Begegnung in der Oberstadt eindeutig wiedererkannt. Für den Staatsanwalt gab es an dieser Zeugenaussage keine Zweifel. Der Verteidiger plädierte noch einmal für eine letzte Chance. Er gab aber selber zu, dass ihm ein Plädoyer im Sinne seines Mandanten nicht leicht fiel. Richter Taszis setzte das Urteil auf sechs Monate Freiheitsstrafe fest. Damit kam er den Forderungen der Staatsanwaltschaft nach. Er begründete seine Entscheidung mit der Vielzahl der schon begangen Straftaten und der noch laufenden Bewährungszeit des Angeklagten. Bei einer vorherigen Strafttat hatte Artur S. zwölf Kaffeelöffel gestohlen. Der Richter meinte, dass keine Familie so viel Kaffeelöffel brauche. Artur S. stehle also um das Diebesgut zu verkaufen. Da die vorangegangenen Geld- und Bewährungsstrafen Artur S. von seinen Taten nicht abbringen konnten, griff Richter Tasziz nun härter durch.


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